89 Autos beschädigt, Staatsschutz ermittelt | Wut und Entsetzen über den Hakenkreuz-Ritzer

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Auch der Dacia von Nicole H. (37) wurde zerkratzt. „Nachbarn denken schon über die Gründung einer Bürgerwehr nach und wollen nachts patrouillieren“, sagt die Erzieherin

Foto: Timo Beurich Teilen Twittern SendenVon: Timo Beurich und Maren Wittge 21.08.2022 – 14:53 Uhr

Berlin – Die Wut auf die Nazi-Täter ist groß. Seit Donnerstag vergangener Woche haben sie im Stadtteil Niederschöneweide in 89 (!) Autos Hakenkreuze gekratzt.

Thomas L. (64) ist stinksauer. Auch in die Motorhaube seines Mercedes CLA, den er in der Grimaustraße abgestellt hatte, wurde das verbotene Symbol mit einem scharfen Gegenstand geritzt. Die Kratzer sind so tief, dass sie bis zur Grundierung gehen.

„Wenn sie die erwischen, sollten sie zu 1000 Sozialstunden bei einem Lackierer verdonnert werden“, sagt der Lufthansa-Techniker.

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Thomas L. (64) vor seinem zerkratzten Mercedes. Auf den Kosten bleibt er zum Glück nicht sitzen. Die Versicherung zahlt

Foto: Timo Beurich

► Am Freitag wollte er mit seiner Familie in den Urlaub nach Frankreich aufbrechen. „Mit dem Hakenkreuz auf der Motorhaube geht das natürlich nicht“, sagt er. Und in der Werkstatt bekam er so kurzfristig keinen Termin.

Aber der Familienvater hatte Glück. Der Lackierer hat den gleichen Mercedes und borgte ihm für die Reise prompt seine Motorhaube. Die Kosten für die Reparatur seines Wagens schätzt Thomas L. auf 400 bis 1000 Euro.

Eine Quelle: www.bild.de

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