Am Ende leiden immer die Kinder

Am Ende leiden immer die Kinder

Viele Schulen Berlins schieben einen großen Sanierungsbedarf vor sich her, besonders schlimm ist die Situation in Steglitz-Zehlendorf. Dazu der Kommentar von B.Z.-Chefredakteurin Miriam Krekel Foto: Ufuk Ukta/BZ-Montage

Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntermaßen häufig der Dritte. Wenn in Berlin etwas nicht funktioniert, schiebt der Erste gerne die Schuld auf den Zweiten und zurück. Am Ende leiden die Bürger. Und besonders oft die, die am wenigsten dafür können: die Kinder.

Das Beispiel aus Steglitz-Zehlendorf ist so eins. Dass es bei Schulen in Berlin einen schlimmen Sanierungsstau gibt, ist bekannt. Seit Jahren gibt es ein Sanierungsprogramm. Es braucht Jahre, um das zu heilen, was über Jahrzehnte verbockt wurde.

Für manche baulichen Erhaltungsmaßnahmen braucht man deshalb noch mehr Geld. Bitter ist, wenn der Senat diese Millionen zur Verfügung stellt – aber niemand sie abruft.

Auf die Anfrage unserer Reporterin gab es natürlich viele Gründe, und dann war da noch die Pandemie und man schiebt die Verantwortung mal wieder hin und her. Und am Ende? Leiden die Kinder.

Noch schlimmer finde ich, dass alle diskutieren. Aber niemand sagt: „Hallo, B.Z., ihr könnt euren Lesern ausrichten, wir lösen jetzt endlich das Problem!“

In einer perfekten Welt wäre eine Schultoilette kaputt oder ekelerregend und würde schnell und unkompliziert repariert. In unserer Welt gibt es Ausschreibungen, kein Personal, Verwaltungsapparate, wie der Berliner sie nicht anders kennt.

Würden unsere Kinder in der Schule so abliefern und die Schuld immer auf andere schieben – sie würden eiskalt sitzen bleiben. Wenn Erwachsene das tun, ist das offenbar etwas anderes. Richtig ist das nicht.

Am Ende leiden immer die Kinder

 

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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