Ankunftszentrum für Ukraine-Flüchtlinge in Tegel eröffnet

Ankunftszentrum für Ukraine-Flüchtlinge in Tegel eröffnet

Das Ankunftszelt. „30 bis 40 Prozent sind Kinder”, sagt Sozialsenatorin Katja Kipping Foto: Ralf Guenther

Ob Berlin Flughafen kann, daran zweifelt die Nation. Aber der alte TXL kann jetzt Busbahnhof! Auf dem Rollfeld wurde am Sonntag die große Drehscheibe zur Umverteilung von täglich bis zu 10 000 Ukraine-Flüchtlingen eröffnet.

Innerhalb nur einer Woche wurde das meiste aus dem Boden gestampft: „In Krisenzeiten läuft Berlin zur Höchstform auf“, sagte die Regierende Franziska Giffey (43, SPD).

Die wichtigsten Stationen:

► Vorfahrt für BVG-Busse: „Willkommen“ auf Ukrainisch steht auf den Linienanzeigern. Sie bringen alle Neuankömmlinge vom Hauptbahnhof und Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) nach Tegel. Man rechnet mit täglich 200 Fahrten.

Ankunftszentrum für Ukraine-Flüchtlinge in Tegel eröffnet

BVG-Busse bringen die Flüchtlinge vom Hauptbahnhof und ZOB nach Tegel (Foto: Ralf Guenther)

Registrierzelt: An 120 Schaltern werden Name und Passdaten eingetippt – das Programm (noch „Easy“, ab Mittwoch „Free“) wirft den Zielort aus. Verteilt wird nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel – nur 5 Prozent der Flüchtlinge für Berlin.

Terminal A/B: Bis zu drei Nächte sollen bis zu 3000 Flüchtlinge in Doppelstockbetten schlafen können. Hier gibt’s Corona-Tests, Impfangebote, Kinderbetreuung. Hier landen die, die in Berlin bleiben können und von hier auf andere Unterkünfte in der Stadt verteilt werden.

Ankunftszentrum für Ukraine-Flüchtlinge in Tegel eröffnet

728 Betten stehen schon im Terminal, bis zu 3000 sollen für maximal drei Nächte genutzt werden (Foto: Ralf Günther)

Wartezelt: Da sie nicht unter Denkmalschutz stehen, konnten hier die Bänke aus den VIP-Bereichen von TXL und Schönefeld aufgestellt werden. Hier verbringen die Neuankömmlinge die Zeit bis zur Weiterfahrt mit weißen Reisebussen in andere Städte – die Fahrzeuge stellt der Bund.

Ankunftszentrum für Ukraine-Flüchtlinge in Tegel eröffnet

Franziska Giffey lässt sich von einem Oberstabsgefreiten (31) und Feldwebel (23, r.) die Registrierung erklären. 80 Soldaten unterstützen bis Monatsende (Foto: Ralf Guenther)

Bundes-Zelte: Es sind drei große Zelte hinter dem Impfzentrum im früheren Air-Berlin-Terminal. Hier schlafen bis zu 900 Personen maximal eine Nacht, wenn die Fahrer der Reisebusse Lenkzeiten einhalten und Pause machen müssen.

Bislang geht Berlin bei den Ausgaben in Vorleistung: 26 Millionen Euro (ohne Sozialämter)! Die Höhe der Bundesbeteiligung ist noch offen.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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