Die beste Wurst zum Grillen : In diesen Bereichen sind Veggie-Würstchen der Fleisch-Konkurrenz überlegen

Die Stiftung Warentest hat klassische Grillwürstchen und Veggie-Alternativen getestet. Die pflanzlichen Produkte haben die bessere Nährwert- und Klimabilanz.

Die beste Wurst zum Grillen : In diesen Bereichen sind Veggie-Würstchen der Fleisch-Konkurrenz überlegen

Ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan: Im Sommer wird viel gegrillt.Foto: mauritius images / Thilda Lindholm

Es verändert sich was auf den Grillen dieses Landes: Wo die Trennung zwischen Fleisch und Pflanze jahrelang eindeutig zu erkennen war – hier das Steak, dort das Gemüse –, kann man sich heute nicht mehr sicher sein, ob das Würstchen aus Fleisch besteht, oder aus Hülsenfrüchten, Weizen und Hühnerei. Zumindest bis zum ersten Bissen.

Wie der aktuelle Vergleich der Stiftung Wartentest bestätigt, schmecken klassische Würstchen und Veggie-Alternativen unterschiedlich – und auch unterschiedlich gut. Wobei der Geschmack natürlich nicht der einzige Faktor im großen Test von insgesamt 14 Schweine-Bratwürstchen und sieben veganen und vegetarischen Produkten war.

Die mit Fleisch schmecken besser, die ohne schmecken aber nicht automatisch schlecht

Fünf Personen durften zubeißen und danach ein sensorisches Urteil fällen. Die Erwartung bei den Veggie-Würstchen war nicht, dass sie geschmacklich an Fleisch erinnern, dennoch bekamen nur die Marken Rügenwalder Mühle und Greenforce das Geschmacksurteil „gut“ mit der Note 2,0. Dagegen gab es bei den Fleischprodukten zweimal das Urteil „sehr gut“ (Bio-Nürnberger von Aldi und Fränkische von Kupfer) und zehnmal das Urteil „gut“ mit 2,0.

Bei den Nährwerten sind die Veggie-Würstchen den Klassikern dagegen klar überlegen. Fast alle haben in diesem Bereich ein „gut“ bekommen. Entscheidend sind hier die eiweißreichen Basiszutaten und die ungesättigten Fettsäuren. Die Würstchen aus Fleisch haben dagegen viele der kritischen gesättigten Fettsäuren und damit haben die meisten dieser Produkte bei den Nährwerten nur das Urteil „ausreichend“ bekommen.

Auch in der Öko-Bilanz liegen die Veggie-Würstchen klar vorne, sie setzen in der Produktion weniger klimaschädliches CO2 frei als die Fleischprodukte. Stiftung Warentest verweist auf Berechnungen des Heidelberger Instituts für Energie- und Umweltforschung, wonach ein Kilo klassische Bratwurst 2,9 Kilogramm CO2-Äquivalente verursache und ein Kilo vegane Bratwurst dagegen nur 1,7.

Die Top 3 der klassischen Würstchen

  • Gut Bio Nürnberger Rostbratwürste von Aldi: Qualitätsurteil gut (1,9)
  • Original Fränkische Rostbratwurst von Kupfer: Qualitätsurteil gut (2,0)
  • Rostbratwürstchen, gebrüht von Alnatura: Qualitätsurteil gut (2,1)

Die Top 3 der Veggie-Würstchen

  • Vegane Mühlen Bratwurst von Rügenwalder Mühle: Qualitätsurteil gut (2,1)
  • Mein Veggie Tag Veggie Bratwurst von Aldi: Qualitätsurteil gut (2,2)
  • Easy to mix Bratwurst-Klassik von Greenforce: Qualitätsurteil gut (2,2)

Insgesamt hat die Stiftung Warentest 21 Würstchen untersucht und 16 davon das Qualitätsurteil „gut“ verliehen. Ein Produkt war schadstoffbelastet: Die Vegane von Alnatura. Pro Kilogramm wurden 43 Milligramm Mineralölbestandteile der Sorte Mosh nachgewiesen – 34 Milligramm über dem von Politik und Industrie empfohlenen Grenzwert.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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