Drogenabhängige in Weddinger Wohnhaus: Berliner Obdachlose besetzen Mieter-Keller

Drogenabhängige in Weddinger Wohnhaus: Berliner Obdachlose besetzen Mieter-Keller

Die Keller des Mietshauses sind von zumeist abhängigen Obdachlosen besetzt worden. Müll und benutzte Spritzen liegen herum

Foto: Privat Teilen Twittern Senden Von: Sara Orlos Fernandes 10.01.2023 – 12:29 Uhr

Berlin – Die Mieter der Reinickendorfer Straße 73 sind verzweifelt, leiden seit über einem Jahr unter unerwünschten Nachbarn…

Obdachlose verschaffen sich vor allem in den Wintermonaten Zugang zu den warmen Kellerräumen, hausieren dort auf Matratzen. Die Anwohner wissen nicht mehr weiter, der Vermieter bittet die Politik um Hilfe. Doch die kommt nicht.

„Hier traut sich keiner mehr runter. Einige Frauen haben sich Pfefferspray gekauft, weil sie Angst haben, ins Haus zu kommen“, erzählt einer der Mieter. Immer wieder treffen sie im Hausflur auf die meist drogenabhängigen Untermieter.

Drogenabhängige in Weddinger Wohnhaus: Berliner Obdachlose besetzen Mieter-Keller

Die Tür zum Keller wurde bereits mit mehreren Schlössern verriegelt, die aber immer wieder aufgebrochen werden.

Foto: Siegfried Purschke

Auf dem Boden liegen regelmäßig Spritzen und Bierflaschen. Die Obdachlosen hinterlassen hier aber auch ihre Notdurft. „Die hygienischen Zustände im Treppenhaus und Keller sind absoluter Horror“, so ein anderer Mieter.

Drogenabhängige in Weddinger Wohnhaus: Berliner Obdachlose besetzen Mieter-Keller

Das Mietshaus in der Reinickendorfer Straße

Foto: Siegfried Purschke

In dem Haus wohnen mehrere Studenten-WG, aber auch Familien mit Kindern. Mehrmals wandten sich die Mieter an ihre Verwaltung, die Centro Liegenschaften. Allein diese Wintersaison ließ der Vermieter viermal die Kellertür reparieren und mit einem Schloss verriegeln. Doch die Besetzer haben es immer wieder geschafft, die Türen aufzubrechen.

Drogenhelfer werden dringend benötigt

Nach BILD-Nachfrage teilte ein Sprecher der Verwaltung mit: „Eine neue Tür ist bereits bestellt. Wir werden auch zukünftig eine Gegensprechanlage mit Kamerafunktion einbauen, in der Hoffnung, dass die fremden Personen keinen Zutritt zu dem Haus mehr erhalten.“

Eine Quelle: www.bild.de

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