Entlastungspaket: Verkehrssenatorin: Nur 69-Euro-Ticket würde wenig bringen

Entlastungspaket: Verkehrssenatorin: Nur 69-Euro-Ticket würde wenig bringen

Bettina Jarasch (Bündnis 90/Die Grünen), Verkehrssenatorin, spricht bei einer Pressekonferenz. Montag, 05.09.2022, 16:03

Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch will beim Nachfolger des 9-Euro-Tickets zweigleisig fahren. «Ein 69-Euro-Ticket allein würde für Berlin wenig bringen, denn viele Abos liegen hier bereits günstiger», sagte die Grünen-Politikerin am Montag auf Anfrage. «Ich finde ein gestuftes System gut, wie es die Grünen im Bund bereits angeregt hatten: also ein regionales Ticket für 29 Euro im VBB-Gebiet – und zusätzlich ein bundesweites 69-Euro-Ticket», erklärte Jarasch. Eine solche Kombination würde der Entlastung und der Verkehrswende dienen. «Das ist eine Riesenchance – wir müssen sie nutzen.»

Die Ampel-Koalition im Bund hat sich im Rahmen des dritten Entlastungspakets auf einen Nachfolger für das pauschale 9-Euro-Ticket geeinigt, das bis Ende August drei Monate lang zu haben war. Der Bund will dafür jährlich 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, wenn die Länder das Gleiche drauflegen. Die Koalition strebt für das bundesweit gültige Nahverkehrsticket einen Preis von 49 bis 69 Euro im Monat an.

Das neue Angebot der Ampel-Koalition ist nach Einschätzung der Verkehrssenatorin für Berlin und Brandenburg eine Basis, um über die Finanzierung eines regionalen Überbrückungstickets ab Oktober zu sprechen. Bei der Senatssitzung am Dienstag sind dazu noch keine Beschlüsse zu erwarten.

Eine Quelle: www.focus.de

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