Freibäder in Brandenburg – teilweise kühleres Wasser und höhere Eintrittspreise

Freibäder in Brandenburg – teilweise kühleres Wasser und höhere Eintrittspreise

Freibadsaison in Berlin (Symbolfoto) Foto: picture alliance / dpa

Kurz vor Beginn der Freibadsaison in Brandenburg machen den Betreibern die hohen Energiekosten zu schaffen.

Für die Badegäste halten sich die Konsequenzen dennoch in Grenzen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter vier Bädern ergab.

In der „Lagune“ in Cottbus sei das Wasser im Schwimmbecken jetzt ein Grad kühler, sagt Geschäftsführer Ronald Kalkowski auf Anfrage. Statt auf 28 werde das Wasser nur noch auf 27 Grad erwärmt. Damit bewege sich die Temperatur aber immer noch innerhalb der Vorgaben des „Koordinierungskreises Bäder (KOK)“, wie Kalkowski betont. Das Gremium erarbeitet bundesweite Richtlinien für den Bäderbau und empfiehlt eine Badetemperatur zwischen 24 und 28 Grad.

Die gestiegenen Kosten machen sich in Cottbus auch bei den Eintrittspreisen bemerkbar. An den Wochenenden erhebt die „Lagune“ den Angaben zufolge inzwischen einen Zuschlag von einem Euro, unter der Woche bleiben die Preise unverändert. Andere Bäder wiederum verzichten auf einen höheren Eintrittspreis. „Wir sind ein familienfreundliches Bad“, betont beispielsweise Uwe Schwingeweitzen vom Freibad Großräschen (Oberspreewald-Lausitz). Daher verzichte man auf eine Preiserhöhung. Das Wasser im Freibad werde ohnehin nur von der Sonne erwärmt, beim Duschwasser will die Betreiberin eventuell die Temperatur geringfügig senken.

Auch im Freibad in Perleberg (Prignitz) müssen die Gäste nicht tiefer in die Tasche greifen, verspricht Ronald Otto, Geschäftsführer der GWG Wohnungsgesellschaft mbH, die das Bad betreibt. „Die Leute müssen die Freizeit ja genießen können“, sagt Otto im Gespräch mit der dpa. Und die aktuellen Preise von drei beziehungsweise zwei Euro seien ohnehin nicht kostendeckend. Die Stadt Perleberg subventioniert das Bad. Auch auf die Wassertemperatur haben die Energiepreise keine Auswirkungen – denn auch in Perleberg wird das Becken nicht beheizt. Dennoch plant Otto, das Freibad aufgrund der Energiekosten eventuell etwas früher als üblich zu schließen. Denn Einsparpotenzial sieht der Geschäftsführer wenig: „Die Umwälzung, die Wasserreinigung – an der Hygiene können wir nicht sparen.“

Entspannt bleibt Fred Ostermann, Werkleiter des Marienbades in Brandenburg/Havel. Man sei in diesem Jahr an langfristige Energieverträge gebunden, sagte er auf Nachfrage. Daher könne man den Betrieb dieses Jahr ohne Einschränkungen aufrechterhalten. „Bis Ende des Jahres haben wir Sicherheit“, so Ostermann. Doch er schränkt auch ein: „Was sich morgen ändert, weiß keiner.“

Zumal für die Bäder im Land ein weiteres Problem hinzukommt: Die coronabedingten Schließungen haben den Mangel an Schwimmmeistern und anderem Fachpersonal weiter verstärkt. So habe es bereits in den vergangenen Jahren einen spürbaren Fachkräftemangel gegeben, sagt Ronald Kalkowski von der Cottbuser „Lagune“. Aktuell kämen noch zahlreiche Krankheitsausfälle aufgrund von Corona-Infektionen hinzu. In Großräschen sieht Uwe Schwingeweitzen die Situation gelassener: Er habe derzeit zwei Rettungsschwimmer, einen Kollegen habe er die vergangenen drei Jahre ausgebildet. „Zum Glück ist die Personalsituation nicht ganz so schlimm“, so der Schwimmmeister.

Mit dpa

Freibäder in Brandenburg – teilweise kühleres Wasser und höhere Eintrittspreise

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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