Freiburgs Protest könnte Spannung um Champions League auslösen

Freiburgs Protest könnte Spannung um Champions League auslösen

Diskussion kurz vor Spielende: Beim Bundesliga-Spiel SC Freiburg gegen Bayern München spielten die Gäste aus München kurzzeitig mit einem 12. Mann Foto: THOMAS KIENZLE/AFP

Freiburg legt Protest gegen die Wertung der Niederlage gegen Bayern München ein, da man sich juristisch am Zug sieht. Ein Erfolg könnte den Kampf um die Champions League noch spannender machen. Viel spricht allerdings nicht dafür.

Die Erfolgsaussichten sind nach Ansicht von Experten gering, doch der Protest des SC Freiburg nach dem Wechselfehler des FC Bayern München könnte in der Fußball-Bundesliga noch einmal für Spannung sorgen. Auf die Entscheidung im Meisterschaftskampf dürfte ein unerwarteter juristischer Sieg der Freiburger keinen Einfluss haben. Anders sieht es bei der Qualifikation für die Champions League aus, wo alles noch einmal enger zusammenrücken würde.

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Die größten Konsequenzen hätte eine Rechtssprechung pro Freiburg für RB Leipzig. Zwar würden die Sachsen weiterhin vor den Breisgauern auf Platz vier liegen, der durch den Sieg bei Borussia Dortmund erspielte Vorsprung von drei Punkten wäre allerdings dahin. Auch die TSG 1899 Hoffenheim, aktuell einen Punkt hinter Freiburg, müsste dann vier Zähler aufholen.

„Es ist nicht an uns, das Thema zu kommentieren. Der Fall liegt in den Händen der unabhängigen Sportgerichtsbarkeit, die diesen Fall entscheiden muss“, sagte ein Clubsprecher Hoffenheims am Dienstag. Leipzig wollte sich auf dpa-Anfrage nicht äußern.

Man dürfte bei den betreffenden Clubs ohnehin gelassen sein. Denn die Erfolgsaussichten des Einspruchs gegen die Wertung des 1:4 bewerten mit dem Verfahren vertraute Experten nach dpa-Informationen als „außerordentlich“ gering. Der Schwerpunkt des Verschuldens beim Wechselfehler der Münchner liege bei den Schiedsrichtern, wofür nicht der Bundesligist bestraft werden könne. Der beantragte Wechsel der Münchner sei völlig legal gewesen. Zudem passierte nichts Spielentscheidendes.

Freiburg hatte am Montagabend Protest gegen die Wertung eingelegt, da man formal in der aktiven Rolle sei, die Vorgänge rechtlich überprüfen zu lassen. Die Bayern waren kurz vor dem Ende beim Stand von 3:1 für wenige Sekunden mit zwölf Spielern auf dem Platz, ehe Schiedsrichter Christian Dingert die Begegnung unterbrach.

Der FC Bayern hatte gelassen auf den Freiburger Protest reagiert. Der Tabellenführer rechnet nicht mit einem Punktabzug. „Wir sind nicht überrascht, dass der SC Freiburg Einspruch eingelegt hat. Die Angelegenheit liegt nun in den Händen der Sportgerichtsbarkeit, der wir voll vertrauen“, teilte Vorstandschef Oliver Kahn am Montagabend auf dpa-Anfrage mit.

Freiburgs Protest könnte Spannung um Champions League auslösen

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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