Gegen den Einheitsbrei – warum markante Gebäude bleiben müssen

Gegen den Einheitsbrei – warum markante Gebäude bleiben müssen

Die alte von 1927 stammende Apotheke soll neuen Luxuswohnungen weichen Foto: Siegfried Purschke/Christian Lohse

In Schlachtensee verschwindet die alte Apotheke. Das schöne Holzhaus von 1927 wird abgerissen. Dazu ein Kommentar von B.Z.-Redakteur Oliver Ohmann.

Eine Anwohnerin sagte dazu einen bemerkenswerten Satz: „Das ortstypische Bild verschwindet zugunsten austauschbarer Einheitsbebauung.“ Damit trifft sie den Nagel auf den Kopf.

Ich nenne es schlicht Einheitsbrei, was Investoren heute ins Stadtbild setzen. Denkmalschützer sind in diesem Fall auch keine Hilfe. Sie lehnen den Schutz ab. Das Gebäude wurde angeblich zu stark umgebaut.

Dennoch ist das Holzhaus ein Stück Schlachtensee, wertvoll und erhaltenswert. Wir werden unser Berlin bald nicht mehr wiedererkennen. Die Stadt wird immer mehr verdichtet, niemand im Senat denkt über die Stadtgrenze hinaus.

Vielleicht gehe ich zu weit, aber ich halte die Stadtentwicklung des 21. Jahrhunderts für eine Sünde. Man verbaut Berlin, ohne Sinn und Verstand.

Gegen den Einheitsbrei – warum markante Gebäude bleiben müssen

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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