Gespräch über „sicherheitsrelevante“ Fragen : Generalstabschefs der USA und Russlands telefonieren erstmals seit Kriegsbeginn

Nach einem Telefonat der Verteidigungsminister haben nun auch die ranghöchsten Generäle miteinander gesprochen. Die USA forderten sofortige Waffenruhe.

Gespräch über „sicherheitsrelevante“ Fragen : Generalstabschefs der USA und Russlands telefonieren erstmals seit Kriegsbeginn

Der US-Generalstabschef Mark Milley spricht bei einer Konferenz in Washington.Foto: REUTERS/Julia Nikhinson

US-Generalstabschef Mark Milley hat erstmals seit Russlands Angriff auf die Ukraine mit seinem russischen Gegenpart Waleri Gerassimow telefoniert. Bei dem Gespräch der beiden ranghöchsten Generäle beider Länder sei es um “wichtige sicherheitsbezogene Themen” gegangen, erklärte ein Sprecher des US-Generalstabs am Donnerstag, ohne nähere Angaben zu machen.

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Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, sagte: „Wir glauben, dass es wichtig ist, dass die Kommunikationslinien offen sind.“ Man wisse nicht, was Gerassimow dazu bewogen habe, die Einladung zum Gespräch anzunehmen. Kirby machte aber deutlich, dass die USA nicht davon ausgingen, dass sich die russische Position im Krieg gegen die Ukraine geändert habe.

Bereits vergangene Woche hatten erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar die Verteidigungsminister der USA und Russlands, Lloyd Austin und Sergej Schoigu, miteinander gesprochen. In dem Telefonat forderte Austin nach Pentagon-Angaben eine “sofortige Waffenruhe” in der Ukraine und betonte die Notwendigkeit, Kommunikationskanäle offenzuhalten.

Zuletzt hatten Austin und Schoigu demnach am 18. Februar gesprochen – eine knappe Woche vor Beginn des russischen Einmarschs in das Nachbarland.

Die USA unterstützen die Ukraine mit umfangreichen Waffenlieferungen und haben zusammen mit anderen westlichen Staaten umfassende Sanktionen gegen Russland verhängt. Zugleich will die Regierung in Washington unter keinen Umständen direkt in den Konflikt eingreifen und Kriegspartei werden. (AFP)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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