Geweckt von Schreien ihrer Mutter – Mieterin springt in Panik aus dem zweiten Stock

Geweckt von Schreien ihrer Mutter – Mieterin springt in Panik aus dem zweiten Stock

Eine Mieterin der Karl-Marx-Straße wird mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik gebracht Foto: spreepicture

Dramatische Szenen an der Karl-Marx-Straße am Freitagabend. Innerhalb von 60 Minuten legten Unbekannte gleich in drei Häusern Feuer. In Treppenhäusern brannten Kinderwagen und abgestellter Elektroschrott. Wegen der Flammen und der starken Rauchentwicklung gerieten viele Anwohner in Panik.

Von Dirk Böttger und Olaf Wagner

Besonders betroffen war das Haus Nummer 144: Hier versperrten Rauch und giftiger Qualm den rettenden Weg nach draußen. Mieter standen an den Fenstern, auf den Balkonen.

Geweckt von Schreien ihrer Mutter – Mieterin springt in Panik aus dem zweiten Stock

An der Harzer Straße musste die Feuerwehr vier Bewohner des Seniorenwohnheims „Taunus“ per Drehleiter retten (Foto: spreepicture)

Noch bevor die Feuerwehr eintraf, bemerkte ein vorbeifahrender Transporterfahrer die Menschen in Lebensgefahr. Der 38-Jährige fuhr seinen Wagen rückwärts direkt an die Hausfassade und ermöglichte den Hilfesuchenden so, auf das Dach zu springen und in Sicherheit zu kommen.

Geweckt von Schreien ihrer Mutter – Mieterin springt in Panik aus dem zweiten Stock

Im Flur des Hauses Karl-Marx-Straße 144 zündeten Unbekannte einen Kinderwagen an (Foto: spreepicture)

Eine Frau verletzte sich bei dem rettenden Sprung aus dem 2. Stock trotzdem schwer. Zur B.Z. sagt die Mieterin: „Ich bin durch die Schreie meiner Mutter nebenan auf den Brand aufmerksam geworden. Ich öffnete die Wohnungstür, aber das Treppenhaus war komplett verqualmt. Ein Mieter aus dem dritten Stock kam noch gerade so in meine Wohnung. Ich sprang dann aus dem Fenster auf das Dach des Transporters. Ich brach mir dabei wohl eine Rippe. Aber ich kann froh sein, weiter ist nichts passiert. Ich lebe. Meine Wohnung ist komplett verrußt. Schwarz die Wände von Qualm und Rauch.“

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Das abgefackelte Patientenbett im Krankenhaus in der Rudower Straße – ein 61-jähriger Patient wurde aus seinem brennenden Zimmer gerettet (Foto: Olaf Wagner)

Polizei und Feuerwehr mussten Wohnungen teilweise aufbrechen, um Mieter aus den Häusern zu evakuieren, acht wurden verletzt, vier kamen zur Beobachtung in ein Krankenhaus.

Geweckt von Schreien ihrer Mutter – Mieterin springt in Panik aus dem zweiten Stock

Das Feuer brannte ein Loch in die Ecke der Flurwand der Karl-Marx-Straße 144 (Foto: Olaf Wagner)

Bewohner des Seniorenwohnheimes „Taunus“ an der Harzer Straße wurden per Drehleiter und Fluchthauben gerettet, nachdem gegen 19.30 Uhr in einem Zimmer im obersten Stock Feuer ausgebrochen war.

Gegen 7.40 Uhr mussten die Retter erneut ausrücken. Im Vivantes-Klinikum an der Rudower Straße hatten Pflegekräfte einen 61-jährigen Patienten in seinem brennenden Zimmer gefunden.

In allen Fällen ermittelt das Brandkommissariat wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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