Großschadenslage noch nicht aufgehoben : Entspannung im Waldbrandgebiet im Süden Brandenburgs – Regen bleibt aus

Sechster Tag des Waldbrandes im Elbe-Elster-Kreis, Regen blieb aus – die Lage hat sich trotzdem entspannt. Der Einsatz ist noch nicht vorbei.

Großschadenslage noch nicht aufgehoben : Entspannung im Waldbrandgebiet im Süden Brandenburgs – Regen bleibt aus

Verkohlte Blätter einer Roteiche hängen in einem Wald im Landkreis Elbe-Elster an den Ästen.Foto: dpa/Sebastian Willnow

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Die Lage im Waldbrandgebiet im brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis hat sich nach offiziellen Angaben entspannt. Die Feuerwehrleute kämpften am Samstag auf einer Fläche von 500 Hektar noch gegen einzelne Glutnester, die gelöscht werden mussten, wie es vom Verwaltungsstab des Landkreises hieß.

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Der Waldbrand im Süden unweit der sächsischen Grenze war am Montag ausgebrochen und hatte sich schnell auf rund 800 Hektar ausgebreitet. Ein vom Deutschen Wetterdienst angekündigter Regen für die Lausitz, auf den die Einsatzkräfte gehofft hatten, ist in dieser Region ausgeblieben.

250 Einsatzkräfte löschten das Feuer vom Boden aus. Hilfe bekamen sie von der Bundeswehr, die bis Sonntag auch einen Transporthubschrauber in Bereitschaft hält. Er kann beim Wiederaufflammen von Feuern aus der Luft löschen.

Auch zwei Pionierpanzer sind den Angaben zufolge vor Ort, die beim Bau von Schneisen und Wegen für ein Herankommen an die Brandfläche halfen. Die Arbeit der Feuerwehrleute ist nach wie vor kräftezehrend. „Von Brandherd zu Brandherd zu fahren, ist eine Mammutaufgabe, die Herde werden immer kleinteiliger“, beschrieb der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Philipp Haase, der Deutschen Presse-Agentur die Belastung.

Unterdessen hat die Katastrophenschutz-Organisation @fire, die an der Bundesstraße 183 Vegetation gezielt abgebrannt hat, ihren Einsatz beendet. Sie kümmerte sich etwa um Totholz, um so ein Übergreifen des Feuers auf andere Bereiche zu verhindern.

60 Waldbesitzer:innen betroffen

Der Kiebitzsee im Naherholungsgebiet der Stadt Falkenberg ist nach Angaben des Kreises inzwischen wieder für Badegäst:innen freigegeben worden. Löschhubschrauber der Bundeswehr hatten in den vergangenen Tagen dort Wasser zum Löschen entnommen. Dafür war der See aus Sicherheitsgründen gesperrt worden.

Noch unklar war, wann die sogenannte Großschadenslage aufgehoben wird. Damit ist es möglich, Einsatzkräfte aus anderen Gebieten um Unterstützung zu bitten, weil eigene Kräfte die Lage allein nicht bewältigen können. In den vergangenen Tagen hatte es vom Verwaltungsstab des Kreises geheißen, überörtliche Einsatzkräfte und Kapazitäten würden weiter dringend benötigt, weil die Lage mit eigenen Kräften allein nicht zu bewältigen sei.

Betroffen vom Großbrand im Kreis Elbe-Elster seien 60 verschiedene Waldbesitzer:innen, berichtete Waldbrandschutzexperte Haase. Aufgabe der Oberförsterei sei es nach dem Ablöschen der Brandflächen, alle Eigentümer:innen zu informieren und die jeweiligen Flächen zu übergeben. Geplant sei dazu eine Waldbesitzer:innenversammlung. „Soweit sind wir aber noch nicht.“. (dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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