„Hafenstädte stehen alleine da“ : Hamburg fordert vom Bund eine nationale Hafenstrategie

Anders als in Belgien und den Niederlanden gibt es in Deutschland keine nationale Hafenstrategie, sagt Hamburgs erster Bürgermeister. Der Bund soll das ändern.

„Hafenstädte stehen alleine da“ : Hamburg fordert vom Bund eine nationale Hafenstrategie

Das Containerschiff «HMM Gdanks» der Reederei «HMM» liegt im Waltershofer Hafen in Hamburg.Foto: dpa/Julian Weber

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat von der Bundesregierung mehr Engagement für die deutschen Seehäfen gefordert. Belgien und die Niederlande gingen mit nationalen Hafenstrategien gezielt vor und unterstützten ihre wichtigsten Häfen Rotterdam und Antwerpen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „In Deutschland gibt es seitens des Bundes keine aktive nationale Politik zur Unterstützung der Häfen.“

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Mit der im Wirtschaftsministerium angesiedelten Grünen-Politikerin Claudia Müller gebe es zwar eine maritime Koordinatorin der Bundesregierung, „die aber sehr im Hintergrund wirkt“, wie Tschentscher sagte. „Wenn es darauf ankommt, stehen die Hafenstädte mit ihren Entscheidungen dann doch allein da.“

Er forderte unter anderem eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Hafeninvestitionen und eine verbesserte Schienenanbindung. Der Wettbewerb zwischen den Häfen in Bremen, Wilhelmshaven und Hamburg lenke davon ab, „dass die eigentliche Konkurrenz in Rotterdam und Antwerpen liegt“, sagte Tschentscher. (dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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