Hertha BSC in der Saison 2022/23 : Herrich ist neuer Geschäftsführer bei Hertha BSC

Hennig verzichtet auf Kandidatur + Najjar wechselt zu Borussia Mönchengladbach + Pekarik verlängert + Die ersten Zugänge für die neue Saison + Mehr im Blog.

Hertha BSC in der Saison 2022/23 : Herrich ist neuer Geschäftsführer bei Hertha BSC

Thomas E. Herrich ist seit 18 Jahren bei Hertha BSC.Foto: imago images/Fotostand

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Mehr zu Hertha BSC:

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  • Kay Bernstein will Präsident von Hertha BSC werden
  • Der lange Weg zum neuen Stadion von Hertha BSC
  • Kevin-Prince Boateng und seine letzte Etappe
  • Hertha-Legende Erich Beer im Interview
  • Alles zu Hertha BSC

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Hertha BSC in der Saison 2022/23 : Herrich ist neuer Geschäftsführer bei Hertha BSC

Kevin-Prince Boateng bleibt 

Laut dem „Kicker“ (Montag) bleibt Kevin-Prince Boateng der Hertha erhalten. Der besonders im Saisonendspurt wichtige 35 Jahre alte Offensivspieler hat in der abgelaufenen Spielzeit seinen Wert als Anführer auch außerhalb des Platzes unter Beweis gestellt.

Dagegen scheint der fünf Jahre jüngere Ishak Belfodil, der gemeinsam mit Boateng im vergangenen Sommer zur Hertha stieß, seine Zelte wieder abzubrechen. Dem für eine Saison von der TSG 1899 Hoffenheim geholten Algerier sollen Angebote aus dem Mittleren Osten und der Bundesliga vorliegen.

Die Berliner sollen laut „Bild“ (Montag) Interesse an Jonjoe Kenny haben. Der Vertrag des 25 Jahre alten Verteidigers vom FC Everton läuft Ende Juni aus. Der frühere britische U21-Nationalspieler kam in der vergangenen Spielzeit nur unregelmäßig bei dem Verein aus Liverpool zum Einsatz und kennt die Bundesliga aus der Saison 2019/20 bei Schalke 04. (dpa) Kein Beitrag vorhanden

Jamil Najjar wechselt zu Borussia Mönchengladbach

Gemunkelt wurde es schon länger. Jetzt ist es offiziell: Jamil Najjar, Innenverteidiger aus Herthas U 19, wechselt zum Bundesligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach. Bei den Gladbachern ist er zunächst einmal für die U 23 vorgesehen, soll sich in der Regionalliga aber für höhere Aufgaben empfehlen. „Jamil ist ein technisch guter Innenverteidiger, der eine großartige Übersicht hat und stark im Spielaufbau ist“, wird Nachwuchsdirektor Mirko Sandmöller auf der Homepage des Vereins zitiert.
Nach Stationen beim TSV Rudow und Internationale Berlin landete Najjar 2018 bei Hertha BSC. Sechs Mal kam er für die U 23 in der Regionalliga Nordost zum Einsatz, für die A- und B-Junioren bestritt er insgesamt 48 Bundesligaspiele. Zuletzt verlor er mit Herthas U 19 das Finale um die deutsche Meisterschaft mit 1:2 gegen Borussia Dortmund.

Marco Hennig zieht Kandidatur zurück

Marco Hennig wird nicht für einen Posten im Präsidium von  Hertha BSC kandidieren. Er habe seine Kandidatur  zurückgezogen, sagte der Tankstellen-Unternehmer der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Nach Vorwürfen gegen ihn in sozialen Medien wolle er „Schaden vom Verein abwenden“, sagte Hennig, der zuletzt als entschiedener Kritiker des bisherigen Präsidenten Werner Gegenbauer aufgetreten war.
Zuvor waren bei Twitter Screenshots von angeblich Facebook-Posts aufgetaucht, die die Nutzer Hennig zuschrieben. Es gab scharfe Kritik an den Inhalten. Hennig erklärte: „Ich kann nichts sagen über den Echtheitsgehalt.“ Er habe nie irgendwo geschrieben, dass diese Posts von ihm stammen würden. Mit den Vorwürfen werde er sich nun beschäftigen. 
Hennig äußerte sich später am Nachmittag bei Facebook zu den Vorwürfen. „Niemals habe ich mich in irgendeiner Weise rassistisch geäußert oder sonst extreme politische Ansichten vertreten“, schrieb er. „Zu den einzelnen Vorwürfen gegen mich wie auch über die Authentizität offenbar vorhandenen Bildmaterials werde ich mich zu einem späteren Zeitpunkt äußern.“ (Tsp/dpa)

Herrich neuer Geschäftsführer bei Hertha

Der Jurist und Diplom-Betriebswirt Thomas E. Herrich ist neuer Geschäftsführer bei Hertha BSC. Das Präsidium habe den 58-Jährigen mit Zustimmung des neu gewählten Aufsichtsrates berufen, teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend mit.

Herrich führte den Club in den vergangenen Jahren bereits als Mitglied der Geschäftsleitung und ist insgesamt seit 18 Jahren für Hertha tätig. Zudem ist er Mitglied in Gremien der DFL und des DFB. „Es gibt in und rund um unseren Klub eine Menge Herausforderungen zu meistern und daher gilt es, keine Zeit zu verlieren“, sagte Herrich der Mitteilung zufolge und bedankte sich für das Vertrauen.

Derzeit gehören noch Fredi Bobic (Sport) und Ingo Schiller (Finanzen) der Hertha-Geschäftsführung an. Schiller wird seinen Posten im Oktober aufgeben. Carsten Schmidt hatte sich im vergangenen Jahr aus persönlichen Gründen von seinem Posten als Vorsitzender der Geschäftsführung zurückgezogen. (dpa)

Peter Pekarik verlängert seinen Vertrag

Rechtsverteidiger Peter Pekarik wird auch in der kommenden Saison für Hertha BSC auflaufen. Der 35-Jährige und die Berliner haben sich auf eine Vertragsverlängerung bis 2023 geeinigt, wie der Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte. 
Der Slowake ist Herthas dienstältester  Profi im Kader und wird in seine elfte Spielzeit für den Verein gehen. „Er ist ein absoluter Vollprofi, total verlässlich und agiert immer im Sinne der Mannschaft und des Vereins. Mit seiner Einstellung und Mentalität tut er uns einfach gut“, wird Geschäftsführer Sport Fredi Bobic zitiert.

„Ich denke, ich brauche nach nun zehn Jahren bei Hertha BSC nicht mehr zu betonen, wie sehr ich samt meiner Familie Herthaner und Berliner geworden bin. Der Verein spielt eine große Rolle in unserem Leben, und ich freue mich, dass wir auch die nächste Saison zusammen angehen“, sagte Pekarik, der 2012 vom VfL Wolfsburg gewechselt war. In der vergangenen Saison kam Pekarik in 27 von 34 Ligaspielen und beiden Relegationspartien gegen den Hamburger SV zum Einsatz. (dpa)

Die ersten Zugänge für die neue Saison

Hertha BSC hat die ersten Verpflichtungen für die neue Saison getätigt. Nach seiner Leihe zur SpVgg Greuther Fürth kehrt Jessic Ngankam nach Berlin zurück. Der 21-Jährige verlängerte zudem seinen Vertrag bei Hertha bis zum 30. Juni 2025. Nach einem Kreuzbandriss in der Vorbereitung war der Offensivspieler erst in der Schlussphase der vergangenen Saison für die Fürther zum Einsatz gekommen. In sechs Spielen für den späteren Absteiger erzielte er zwei Tore. Zuletzt war er erstmals für die deutsche U-21-Nationalmannschaft berufen worden.
Zur Verstärkung ihrer Abwehr haben die Berliner zudem den 25 Jahre alten Filip Uremovic verpflichtet. Der sechsmalige kroatische Nationalspieler kommt ablösefrei vom russischen Erstligisten Rubin Kasan, hatte aber nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine in den vergangenen zwei Monaten drei Spiele für den englischen Zweitligisten Sheffield United absolviert.

Der Verteidiger erhält die Rückennummer 5 und kann sowohl innen als auch auf der rechten Seite spielen. „Mit Filip Uremovic verstärkt uns ein Spieler, der trotz seines jungen Alters schon reichlich Erfahrungen in verschiedenen Ligen sammeln konnte“, sagte Geschäftsführer Sport Fredi Bobic, „neben seiner Flexibilität überzeugt uns seine Robustheit im Zweikampf sowie seine Führungsstärke auf dem Platz, die er nicht zuletzt als Kapitän bei seinem Ex-Verein unter Beweis gestellt hat.“

Der 1,84 Meter große Abwehrspieler stieß 2016 zum kroatischen Serienmeister Dinamo Zagreb, kam dort aber hauptsächlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Nach einer halbjährigen Zwischenstation bei NK Olimpija Ljubljana ging Uremovic nach Kasan. Dort absolvierte er 97 Pflichtspiele und führte zum Teil die Mannschaft als Kapitän auf den Platz. Bei Hertha erhält er einen Vierjahresvertrag.

Die Mitgliederversammlung ist vorbei. Nach 7:31 Stunden. Es war ein Sonntag, der lange in Erinnerung bleiben wird. Die Revolution blieb aus, da alle Abberufungsanträge scheiterten, Hertha BSC bleibt handlungsfähig. Doch es gab große Turbulenzen, beispielsweise den Rücktritt des kommissarischen Präsidenten Thorsten Manske nach seinem schlechten Ergebnis bei der Abstimmung.

Und vor allem gab es Turbulenzen rund um den Auftritt von Lars Windhorst – mit Pfiffen, Buhrufen, aber auch Beifall. Am Ende entschuldigte sich Versammlungsleiter Lentfer bei Windhorst für die Rahmenbedingungen.

Und an den vielen, oft sachlichen Redebeiträgen von Mitgliedern am Mikro zeigte sich, wie tief der Graben zwischen der Vereinsführung und der Basis ist.    

Weiter geht es übrigens schon in genau vier Wochen: Dann steht die Wahl des Präsidenten auf dem Programm. 

Jetzt wird über die Lautsprecher noch einmal “Nur nach Hause” eingespielt. 

Punkt “Verschiedenes” 

Eine Auswahl: 
Ein Mitglied bricht ein Lanze für den im Herbst entlassenen Trainer Pal Dardai.  
Ein Mitglied bedankt sich bei Versammlungsleiter Lentfer für dessen besonnene Art, mit der er durch die letzten (nicht immer ruhigen) siebeneinhalb Stunden geführt hat. 
Ein Mitglied plädiert dafür, dass nach Spielende mehr Busse auf der Heerstraße eingesetzt werden. 
Ein Mitglied bemängelt die langen Schlangen an den Verpflegungsständen, wenn das Stadion voll ist. 
Ein Mitglied sagt, dass es immer wieder Probleme mit der Fan-ID gibt.

Fans verärgert

Ein weiteres Mitglied bemängelt, dass es vor allem für Niklas Stark keine offizielle Verabschiedung gab. Jemand anders ist sauer, dass die Mannschaft z.B. nach dem ersten Spiel gegen den HSV nicht in die Ostkurve gekommen war. Bobic sagt zu, dass das Thema im Sommer deutlich angesprochen wird.

Verstärkungen in vielen Bereichen nötig

Bobic sagt, dass in vielen Bereichen Verstärkungen gebraucht werden, vor allem in der Offensive. Am Ende müsse die Balance stimmen. 

Fragen an Fredi Bobic

Es gibt eine Frage, warum Spieler wie Niklas Stark nicht offiziell verabschiedet wurden. Bobic erklärt das mit der bis zuletzt schwierigen sportlichen Situation.
Es gibt Kritik an Bobics Auftreten, das ein Mitglied als “flapsig, arrogant und hochnäsig” bezeichnet. Bobic entschuldigt sich für manche Aussagen, die er beispielsweise im Vorfeld der Mitgliederversammlung getätigt hat. 
Es gibt eine Frage zum kommenden Trainer: ob es Sandro Schwarz wird. Bobic hält sich bedeckt.

Aussprache

Die Gemüter haben sich wieder beruhigt, es ist auch deutlich leerer geworden in der Halle. Nun stehen noch Aussprachen an, d.h. Mitglieder können Fragen stellen. 

Und hier jetzt noch die Ergebnisse der Wahl des Aufsichtsrates

2313 Stimmen wurden abgegeben. Andreas Schmidt bekam 2172 StimmenTorsten-Jörn Klein 1721Scott Körber 1356Klaus Brüggemann 1347Renate Döhmer 1198diese fünf Personen sind gewählt. Außerdem:Gunnar Seydler 1192Oliver Herrgesell 1057Christian Wolter 471

Versammlungsleiter entschuldigt sich bei Windhorst

Windhorst sagt: “Mir geht es nicht darum mitzuentscheiden, aber ich möchte mitdiskutieren. Die beste Idee gewinnt.” Am Ende seiner Rede gibt es erneut zahlreiche Zwischenrufe und Unterbrechungen. So viele, dass sich Versammlungsleiter Lentfer am Ende für die Rahmenbedingungen entschuldigen wird. Windhorsts Auftritt endet mit sehr viel Beifall und lauten Pfiffen. 

Windhorst erklärt und kritisiert

Windhorst entschuldigt sich dafür, dass manche Raten zu spät bezahlt worden sind. Das habe zum einen daran gelegen, dass ursprünglich eine Investition von 225 Mio. statt 375 Mio. geplant war und auch an Corona. 

Überrascht habe ihn die Reaktion mancher Hertha-Verantwortlicher angesichts der Verspätungen. „Aber wie Helmut Kohl schon gesagt hat: Es zählt, was hinten rauskommt. Ich habe die 375 Millionen voll und ganz einbezahlt. Das ist Fakt.“

Zu seinen Zielen sagt er: „Ich möchte, das ist das einzige Ziel, dass Hertha BSC extrem erfolgreich wird.“ 

Zum Zeitpunkt seiner Kritik am bisherigen Präsidenten Werner Gegenbauer sagt er: „Ich habe mir zwei Jahre auf die Zunge gebissen. Irgendwann musste ich reagieren.“

“Windhorst raus, das funktioniert leider nicht”

Windhorst sagt, er freue sich, sich nach drei Jahren endlich vorstellen zu können. Es sei eine verlockende Chance gewesen, 2019 bei Hertha einzusteigen, aber keine leichte Entscheidung so viel Geld in einem Fußballverein zu investieren.

Den lauten Kritikern während seiner Rede antwortet er: „Windhorst raus, das funktioniert leider nicht so, wie es manche es wollen. Ich stelle mich nicht zur Wahl, man kann mich nicht abwählen. Meine Anteile gehören mir und werden es die nächsten 10 oder 20 Jahre tun. Die Anteile sind voll bezahlt.“

Und weiter: „Wenn ich im Präsidium wäre, könntet ihr mich abwählen. Aber ich bin Gesellschafter. Das ist mir eine große Ehre.“ Dafür gibt es viel Applaus. 

Windhorst bekräftigt, dass der Verein keine Schulden bei ihm hab. Die 375 Millionen Euro müssen nicht zurückbezahlt werden. „Wenn es einen richtigen Neustart gibt, werde ich weiteres Eigenkapital investieren“, sagt Windhorst. 

Windhorst spricht diejenigen an, die pfeifen

Windhorst wendet sich an diejenigen, die pfeifen: “Ich denke, Ihr Jungs da habt bei dem Applaus gemerkt, dass ihr in der Minderheit seid mit euren Pfeifereien.” 

Ordnungsruf

Windhorst setzt erneut zu seiner Rede an. Erneut wird gepfiffen. Es gibt einen Ordnungsruf vom Versammlungsleiter. 

Jetzt spricht Lars Windhorst

Lange hat es gedauert. Jetzt soll der Investor sprechen. Es gibt Beifall. Aber auch viele Pfiffe. “Windhorst raus”-Sprechchöre erschallen. Ein Transparent gegen den Investor wird hochgehalten. 

Ingo Schiller verabschiedet sich

Für Ingo Schiller ist es seine 50. (!) und letzte MV. Er hat etwa 900 Spiele miterlebt und wird im Herbst aufhören. Er sagt: “Beinahe ein Vierteljahrhundert hat mich diese Aufgabe geprägt, sie war für mich immer eine Herzensangelegenheit. Berlin ist für meine Frau und mich eine Heimat geworden.Ich verabschiede mich jetzt bei euch als Geschäftsführer bei euch, werde aber immer mit ganzem Herthaner bleiben.“ Das Auditorium erhebt sich. 

Dauerkartenpreise bleiben stabil

Viel Applaus gibt es für Schillers Mitteilung, dass die Dauerkartenpreise stabil bleiben und die Reservierungen aus der Saison 19/20 (während dieser Saison begann die Pandemie) ihre Gültigkeit behalten. Weitere Beiträge

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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