Hertha BSC in der Saison 2022/23 : Hertha verliert Testspiel gegen Nottingham Forest

Leichte Entwarnung bei Richter +++ Trikots von El-Jindaoui sind Verkaufsschlager + Chidera Ejuke kommt auf Leihbasis +++ Mehr im Blog.

Hertha BSC in der Saison 2022/23 : Hertha verliert Testspiel gegen Nottingham Forest

Derry Scherhant (re., gegen Nottinghams Joe Worrall) erzielte das Tor zum 1:2 für Hertha BSC.Foto: IMAGO/Matthias Koch

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Hertha verliert Testspiel gegen Nottingham Forest

Hertha BSC hat erneut ein Testspiel im Rahmen des Trainingslagers in England verloren. Nach dem 0:1 gegen Derby County am Samstag hieß es nun am Mittwochabend in Burton-upon-Trent 1:3 (1:2) gegen Premier-League-Aufsteiger Nottingham Forest. 
Die Berliner waren anfangs gar nicht im Spiel. In der achten Minute machte Lyle Taylor das Führungstor für Forest. Taylor nutzte dann in der 20. Minute einen Fehler von Torwart Rune Jarstein, um zu erhöhen.
Kurz vor der Pause gelang Derry Scherhant, der auch insgesamt ein gutes Spiel machte, nach einer Flanke von Marvin Plattenhardt per Kopf das 1:2. In der Halbzeit wechselte Trainer Sandro Schwarz neun Mal. Danach tat sich Hertha im Spiel nach vorn weiterhin schwer, hatte aber eine sehr gute Chance zum Ausgleich durch Davie Selke, der den Ball aus Nahdistanz weit über das Tor setzte (82.) In der 84. Minute unterlief Lukas Ullrich ein Eigentor zum Endstand.   

Nach Hodenkrebs-OP: Richter soll in zwei bis drei Wochen wieder trainieren

Herthas Außenstürmer Marco Richter bleibt nach seiner Hodenkrebs-Diagnose eine Chemotherapie erspart. „Die weiterführenden Untersuchungen nach Marcos Operation haben zwar ergeben, dass der aus dem Hoden entfernte Tumor bösartig war, jedoch zu einem so frühen Zeitpunkt entdeckt wurde, dass eine Nachbehandlung mit Chemo-Therapie nicht notwendig ist“, teilte der Bundesligist am Mittwoch auf Twitter mit.

„Wir freuen uns alle unglaublich, dass wir diese positive Nachricht bekommen haben. Wir werden Marco jetzt die notwendige Ruhe nach seiner OP geben und freuen uns, wenn wir ihn in zwei bis drei Wochen wieder auf dem Platz sehen“, sagte Hertha-Manager Fredi Bobic.

Sein Zuspruch richtete sich auch an die vor kurzem ebenfalls erkrankten Fußball-Profis Timo Baumgartl und Sébastien Haller. „Wir als Hertha BSC hoffen ebenso darauf, dass sowohl bei Timo Baumgartl als auch bei Sébastien Haller diese Erkrankung am Ende gut ausgeht und sie möglichst schnell wieder aufs Fußballfeld zurückkehren können“, sagte Bobic. (dpa)

Trikots von Nader El-Jindaoui sind Verkaufsschlager

Der Kollege Julius Betschka hat sich in der heutigen Checkpoint-Ausgabe unter anderem mit Hertha BSC und Nader El-Jindaoui beschäftigt. Hier sein Text:
Das Testspiel der zweiten Mannschaft von Hertha BSC gegen Tasmania Berlin am Samstag wurde frühzeitig abgepfiffen. Der Grund ist Herthas größter Stareinkauf: Nader El-Jindaoui. Was, nie gehört? Der Flügelstürmer aus Wedding ist ein Social-Media-Star! 1,6 Millionen Menschen folgen dem 25-Jährigen Berliner jeweils auf Instagram und TikTok, 1,2 Millionen auf Youtube. 
Mehr als 2000 seiner Fans kamen zum Testspiel gegen Tasmania und stürmten bei seinem ersten Kick für Hertha den Platz. Er hatte zuvor jedem ein Foto und ein Autogramm versprochen. Nach dem Spiel bedankte sich El-Jindaoui auf Instagram für die Unterstützung, sagte aber auch: „Das macht mich sauer: Einige haben sich nicht benommen. So etwas toleriere ich nicht. Bleibt das nächste Mal zu Hause.“ 
Für Hertha lohnt sich der Transfer trotz des Zwischenfalls schon jetzt: El-Jandaoui verstärkt die Reserve in der Regionalliga, schnuppert womöglich an der ersten Mannschaft und spült Geld in die Kasse. Seine Trikots sind schon jetzt unter den drei meist verkauften im gesamten Verein. Das sagte ein Vereinssprecher von Hertha BSC am Sonntag auf Checkpoint-Anfrage. 
Sportgeschäftsführer Fredi Bobic will wegen des Andrangs künftig mehr Ordnungspersonal zur Reserve schicken. Oder El-Jindaoui empfiehlt sich gleich für die Bundesliga – und seinen Fans einen Besuch im oft nicht ganz so vollen Olympiastadion. Vielleicht ist das genau der „Fan-Wahnsinn“ („BZ“), der Hertha zuletzt manchmal gefehlt hat. Mit ausgefallenen Weddinger Jungs hat der Verein ja gute Erfahrung.

Hertha leiht Chidera Ejuke aus

Hertha hat den nigerianischen Nationalspieler Chidera Ejuke vom russischen Spitzenclub ZSKA Moskau ausgeliehen. Wie die Berliner am Mittwoch bekanntgaben, schließt sich der 24-Jährige dem Klub zur neuen Saison an. Ejuke wurde bislang vor allem auf dem linken Flügel eingesetzt und soll die Offensive der Hertha beleben.

Ejuke war seit Sommer 2020 in Russland aktiv und erzielte in 65 Pflichtspielen zehn Tore. Das brachte ihm im Oktober 2020 die erste Nominierung für die A-Auswahl seines Heimatlandes ein. Seitdem lief der 1,76 Meter große Offensivspieler acht Mal für die Super Eagles auf.

Derzeit gilt eine Sonderregelung des Weltverbandes Fifa für Transfers von ausländischen Spielern und Trainern aus Vereinen in Russland und der Ukraine. Spieler bei russischen Vereinen können ihre Kontrakte einseitig bis Sommer 2023 aussetzen und sich einem anderen Klub anschließen. In einer Fida-Mitteilung hieß es, dass damit auch den vom Krieg in der Ukraine betroffenen Spielern geholfen werden solle. (dpa)
Richter vorerst nicht dabeiMarco Richter steht für den Trainingsbetrieb vorerst nicht zur Verfügung. Das gab der Bundesligist am Dienstagvormittag bekannt. Grund dafür ist ein Tumor im Hoden, der bei einer urologischen Untersuchung diagnostiziert wurde und operativ entfernen werden muss.  „Marco bekommt von uns in dieser Situation jede erdenkliche Unterstützung. Wir hoffen, dass er schnellstmöglich gesund wieder in unseren Kreis zurückkehrt“, wurde Geschäftsführer Fredi Bobic in einer Mitteilung zitiert. „Sobald es weitere Erkenntnisse zum Heilungsverlauf gibt, werden wir darüber informieren“, hieß es außerdem von der Hertha.

Sandro Schwarz: “Sehr belastend”

Für Hertha-Trainer Sandro Schwarz wirkt die emotionale Zeit als Chefcoach des russischen Spitzenklubs Dynamo Moskau während des Krieges immer noch nach. „Von Erleichterung kann man da nicht sprechen. Ich wäre erleichtert, wenn der Krieg beendet wäre. Ich glaube, da wären wir alle erleichtert. Es war sehr belastend. Aber ich habe zumindest mal diese Verantwortung nicht mehr gespürt nach dem letzten Spiel. Da wusste ich: Okay, du hast die Jungs bis zum Schluss durchgeführt. Die Jungs und Mädels, die ich da in meinem Umfeld hatte, das sind gute Menschen“, sagte der neue Coach des Berliner Fußball-Bundesligisten in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Schwarz erläuterte nochmals seine Beweggründe, trotz des russischen Überfalls auf die Ukraine in Moskau zu bleiben. „Mein Bleiben hatte absolut nichts damit zu tun, dass wir auf Tabellenplatz zwei standen oder die Möglichkeit hatten, den Pokal zu holen. Auf keinen Fall. Mein Bleiben hatte einzig und allein mit zwei Punkten zu tun: Der klaren Haltung des Klubs zu diesem Angriffskrieg und mit meinen Spielern sowie meinem Staff. Wenn ich nur ansatzweise ein anderes Gefühl und anderes Wissen gehabt hätte, wäre ich sofort in den Flieger gestiegen. Das habe ich glasklar allen gegenüber kommuniziert“, sagte der 43-Jährige.

Die Zeit vom 24. Februar bis zum Abschied nach dem gegen Spartak Moskau (1:2) verlorenen Pokalfinale sei sehr belastend gewesen. „Klar waren da Ängste zu spüren. Überall. Bei den ukrainischen Spielern, bei jungen Spielern, die noch wehrpflichtig sind. Was passiert jetzt mit mir? Was ist mit der Familie. Da sind Ängste und Sorgen, weil du nicht abschätzen konntest: Was passiert da jetzt eigentlich?“, sagte Schwarz. Er habe viele Gespräche geführt mit seinen Spielern, dabei auch gemeinsam geweint. „Es war Wahnsinn“, sagte er.

Hertha gewinnt Test in Cottbus klar

Hertha BSC hat auch sein drittes Testspiel unter dem neuen Trainer Sandro Schwarz gewonnen. Bei Viertligist FC Energie Cottbus hatten die Berliner am Freitagabend beim 5:1 (1:0)-Sieg nur anfangs etwas Mühe. Davie Selke (45.+1 Minute) erzielte kurz vor dem Halbzeitpfiff die Führung. Luca Wollschläger (59./61.) erhöhte mit einem Doppelschlag. Myziane Maolida (77./81.) legte noch doppelt nach. Dennis Slamar (71) sorgte mit seinem Kopfballtor vor 4912 Zuschauern für kurzen Energie-Jubel.

Wie zuletzt in den Partien gegen TuS Makkabai (7:0) und den SV Babelsberg 03 (1:0) bot Schwarz gegen den Regionalliga-Klub in beiden Spielhälften nahezu komplett andere Teams auf. Einzige Ausnahme diesmal: Verteidiger Linus Gechter durfte sich über die volle Spielzeit zeigen.

Wegen Knieproblemen musste Hertha weiter auf den französischen Flügelspieler Kélian Nsona verzichten. Das Gelenk des 20-Jährigen brauche weiter Ruhe, teilte der Fußball-Bundesligist am Freitag mit. Nsona war im Winter vom französischen Zweitligisten SM Caen nach Berlin gewechselt. Er befand sich nach einem Kreuzbandriss im Aufbau und konnte bislang noch kein Pflichtspiel für die Berliner bestreiten. (dpa)

Profivertrag für Talent Eitschberger

Julian Eitschberger, 18, hat bei Hertha BSC einen Vertrag bis 2026 unterschrieben. „Er bringt Talent und Mentalität mit, das wollen wir weiter fördern“, sagt Fredi Bobic, der Geschäftsführer Sport des Berliner Fußball-Bundesligisten.
Eitschberger, gebürtiger Berliner, wechselte 2017 vom SC Staaken in die U 17 von Hertha. Im Frühjahr feierte er sein Bundesligadebüt – ausgerechnet im Derby gegen den 1. FC Union stand er in der Startelf. Der Rechtsverteidiger von Herthas U 19 wurde von Cheftrainer Felix Magath auf der ungewohnten linken Seite der Viererkette eingesetzt. „Er hat mich beeindruckt“, sagte Magath über seine Eindrücke aus dem Training. „Er hat diese Mentalität, dass er Spiele gewinnt, dass er Fußball spielen will, dass er mutig ist, dass er gierig ist nach dem Ball. So einen Spieler mit Energie und Vorwärtsdrang brauchen wir.“ 
Sein Bundesligadebüt endete bereits zur Pause, trotzdem sind sie von Eitschberger und seinen Qualitäten überzeugt. Mit der U 19 stand er Ende Mai im Finale um die deutsche Meisterschaft, das Hertha 1:2 gegen Borussia Dortmund unterlag. Eitschberger hatte dabei die Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:0 für seine Mannschaft durch Luca Wollschläger gegeben. Aktuell absolviert er die Vorbereitung mit Herthas Profis. 

Hertha gewinnt 7:0 gegen Makkabi

Hoher Sieg für Hertha BSC im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung: Der Fußball-Bundesligist gewann in Kienbaum 7:0 (4:0) gegen den von Wolfgang Sandhowe trainierten Oberliga-Aufsteiger TuS Makkabi. Die Tore erzielten vor der Pause Davie Selke (12./Foulelfmeter, 17.), Marco Richter (18.) und Filip Uremovic (36.). In der zweiten Hälfte trafen Darry Scherhant (69.), Santiago Ascacibar (78.) und Vladimir Darida (86.).

Von den bislang drei Neuzugängen standen Uremovic und Torhüter Tjark Ernst in der Startelf. In der zweiten Hälfte schickte Trainer Sandro Schwarz eine komplett neue Mannschaft auf den Rasen, darunter war mit Jonjoe Kenny auch der dritte Neue. 

“Wir haben zwei ordentliche Halbzeiten gesehen. In der zweiten Halbzeit fand ich es auch gut, obwohl wir ein Tor weniger geschossen haben. Wir hatten insgesamt eine gute Struktur und haben schön herausgespielte Tore erzielt. Deswegen war es ein ordentlicher Auftritt”, sagte Schwarz.  

Hertha ist noch bis einschließlich Freitag im Trainingslager in Kienbaum, am Samstag steht das zweite Testspiel auf dem Programm. Die Berliner treten um 16 Uhr beim Regionalligisten SV Babelsberg 03 im Karl-Liebknecht-Stadion an. 

Und Ende

Und das war die außerordentliche Mitgliederversammlung von Hertha BSC. Sie hielt einen Paukenschlag bereit: Erstmals im deutschen Profifußball ist der Präsident eines Vereins jemand mit einer Ultra-Vergangengheit, Kay Bernstein hat sich gegen Frank Steffel durchgesetzt. Vizepräsident ist Fabian Drescher geworden, der eng mit Bernstein zusammenarbeiten wird.
Dies ist eine schallende Ohrfeige beispielsweise für Klaus Brüggemann, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, oder Präsidiumgsmitglied Ingmar Pering, die beide Steffel stark unterstützt hatten. Und es ist gleichzeitig ein Sieg der Fanbasis. Klar ist aber auch: Nun beginnt die Arbeit für Bernstein erst – und es wartet ein Menge davon auf den 41-Jährigen. Schließlich lag bei Hertha zuletzt so einiges im Argen.
Das Schlusswort hat der neue Präsident Kay Bernstein: Lasst uns diese Energie und Hoffnung von heute mitnehmen. Lasst es uns besser machen.” 

Das soll es gewesen sein aus dem City Cube. Ich wünsche allen noch einen schönen Rest-Sonntag! 

Einer ist gewählt

Hans-Joachim Bläsing ist ins Präsidium gewählt worden (559 von 998 Stimmen). Sonst hat im zweiten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit erreicht. 

Es dauert noch

Zumindest für musikalische Untermalung ist hier auch jetzt noch gesorgt. Es dürfte in den letzten Stunden jedes Lied, das entfernt mit Hertha BSC zu tun hat, schon einige Male eingespielt worden sein. 

Das Ergebnis für die Beisitzer im Präsidium ist da

Nur ein Kandidat hat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht (835 von 1384 abgegebenen Stimmen): Tim Kauermann, der zur Lager des neuen Präsidenten Kay Bernstein gehört. Es gibt einen zweiten Wahlgang. Elf Kandidaten treten nicht mehr an.

Weiter warten

Das Wahlergebnis der einfachen Mitglieder im Präsidium lässt auf sich warten. So lange gab es den Punkt “Verschiedenes”. Zur Wahl: Vier Kandidaten brauchen eine absolute Mehrheit. Sonst gibt es einen zweiten Wahlgang.

Jetzt wird abgestimmt

Aber es gibt keine Pause, sondern geht gleich weiter im Programm.

Vorstellungsrunde

Hier im City Cube läuft nach wie vor die Vorstellung der insgesamt 24 Kandidaten, die sich ins Präsidium wählen lassen wollen. 

Auf Kay Bernstein wartet viel Arbeit

In seinem Kommentar analysiert Michael Rosentritt die Situation, in der sich Hertha BSC nach der Präsidentenwahl befindet. Und kommt zu folgendem Urteil: tagesspiegel

Fabian Drescher wird Vizepräsident

Drescher, der einzige Kandidat, bekam 1966 von 2216 abgegebenen Stimmen. Er ist damit neuer Vizepräsident.

Was macht eigentlich Lars Windhorst?

Der Investor hat offenbar genug gesehen heute…

Erste Reaktion von Kay Bernstein

“Unsere alte Dame liegt auf der Intensivstation. Wir können sie jetzt von innen heilen und ganzheitlich gesund machen. Jeder kann und muss mithelfen, damit wir unsere blau-weiße Seele zurückgewinnen.” 

Weitere Beiträge

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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