Hertha BSC in der Saison 2022/23 : Tumor bei Marco Richter diagnostiziert

Dritter Sieg im dritten Testspiel: 5:1 bei Energie Cottbus + Profivertrag für Talent Julian Eitschberger + Mehr im Blog.

Hertha BSC in der Saison 2022/23 : Tumor bei Marco Richter diagnostiziert

Marco Richter wird vorerst nicht am Training teilnehmen.Foto: Imago/ Sven Simon

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Aktivieren Neueste zuerst Redaktionell Neueste zuerst Älteste zuerst Highlights See latest updates Neuen Beitrag anzeigen Neue Beiträge anzeigen Kein Beitrag vorhanden Richter vorerst nicht dabeiMarco Richter steht für den Trainingsbetrieb vorerst nicht zur Verfügung. Das gab der Bundesligist am Dienstagvormittag bekannt. Grund dafür ist ein Tumor im Hoden, der bei einer urologischen Untersuchung diagnostiziert wurde und operativ entfernen werden muss.  „Marco bekommt von uns in dieser Situation jede erdenkliche Unterstützung. Wir hoffen, dass er schnellstmöglich gesund wieder in unseren Kreis zurückkehrt“, wurde Geschäftsführer Fredi Bobic in einer Mitteilung zitiert. „Sobald es weitere Erkenntnisse zum Heilungsverlauf gibt, werden wir darüber informieren“, hieß es außerdem von der Hertha.

Sandro Schwarz: “Sehr belastend”

Für Hertha-Trainer Sandro Schwarz wirkt die emotionale Zeit als Chefcoach des russischen Spitzenklubs Dynamo Moskau während des Krieges immer noch nach. „Von Erleichterung kann man da nicht sprechen. Ich wäre erleichtert, wenn der Krieg beendet wäre. Ich glaube, da wären wir alle erleichtert. Es war sehr belastend. Aber ich habe zumindest mal diese Verantwortung nicht mehr gespürt nach dem letzten Spiel. Da wusste ich: Okay, du hast die Jungs bis zum Schluss durchgeführt. Die Jungs und Mädels, die ich da in meinem Umfeld hatte, das sind gute Menschen“, sagte der neue Coach des Berliner Fußball-Bundesligisten in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Schwarz erläuterte nochmals seine Beweggründe, trotz des russischen Überfalls auf die Ukraine in Moskau zu bleiben. „Mein Bleiben hatte absolut nichts damit zu tun, dass wir auf Tabellenplatz zwei standen oder die Möglichkeit hatten, den Pokal zu holen. Auf keinen Fall. Mein Bleiben hatte einzig und allein mit zwei Punkten zu tun: Der klaren Haltung des Klubs zu diesem Angriffskrieg und mit meinen Spielern sowie meinem Staff. Wenn ich nur ansatzweise ein anderes Gefühl und anderes Wissen gehabt hätte, wäre ich sofort in den Flieger gestiegen. Das habe ich glasklar allen gegenüber kommuniziert“, sagte der 43-Jährige.

Die Zeit vom 24. Februar bis zum Abschied nach dem gegen Spartak Moskau (1:2) verlorenen Pokalfinale sei sehr belastend gewesen. „Klar waren da Ängste zu spüren. Überall. Bei den ukrainischen Spielern, bei jungen Spielern, die noch wehrpflichtig sind. Was passiert jetzt mit mir? Was ist mit der Familie. Da sind Ängste und Sorgen, weil du nicht abschätzen konntest: Was passiert da jetzt eigentlich?“, sagte Schwarz. Er habe viele Gespräche geführt mit seinen Spielern, dabei auch gemeinsam geweint. „Es war Wahnsinn“, sagte er.

Hertha gewinnt Test in Cottbus klar

Hertha BSC hat auch sein drittes Testspiel unter dem neuen Trainer Sandro Schwarz gewonnen. Bei Viertligist FC Energie Cottbus hatten die Berliner am Freitagabend beim 5:1 (1:0)-Sieg nur anfangs etwas Mühe. Davie Selke (45.+1 Minute) erzielte kurz vor dem Halbzeitpfiff die Führung. Luca Wollschläger (59./61.) erhöhte mit einem Doppelschlag. Myziane Maolida (77./81.) legte noch doppelt nach. Dennis Slamar (71) sorgte mit seinem Kopfballtor vor 4912 Zuschauern für kurzen Energie-Jubel.

Wie zuletzt in den Partien gegen TuS Makkabai (7:0) und den SV Babelsberg 03 (1:0) bot Schwarz gegen den Regionalliga-Klub in beiden Spielhälften nahezu komplett andere Teams auf. Einzige Ausnahme diesmal: Verteidiger Linus Gechter durfte sich über die volle Spielzeit zeigen.

Wegen Knieproblemen musste Hertha weiter auf den französischen Flügelspieler Kélian Nsona verzichten. Das Gelenk des 20-Jährigen brauche weiter Ruhe, teilte der Fußball-Bundesligist am Freitag mit. Nsona war im Winter vom französischen Zweitligisten SM Caen nach Berlin gewechselt. Er befand sich nach einem Kreuzbandriss im Aufbau und konnte bislang noch kein Pflichtspiel für die Berliner bestreiten. (dpa)

Profivertrag für Talent Eitschberger

Julian Eitschberger, 18, hat bei Hertha BSC einen Vertrag bis 2026 unterschrieben. „Er bringt Talent und Mentalität mit, das wollen wir weiter fördern“, sagt Fredi Bobic, der Geschäftsführer Sport des Berliner Fußball-Bundesligisten.
Eitschberger, gebürtiger Berliner, wechselte 2017 vom SC Staaken in die U 17 von Hertha. Im Frühjahr feierte er sein Bundesligadebüt – ausgerechnet im Derby gegen den 1. FC Union stand er in der Startelf. Der Rechtsverteidiger von Herthas U 19 wurde von Cheftrainer Felix Magath auf der ungewohnten linken Seite der Viererkette eingesetzt. „Er hat mich beeindruckt“, sagte Magath über seine Eindrücke aus dem Training. „Er hat diese Mentalität, dass er Spiele gewinnt, dass er Fußball spielen will, dass er mutig ist, dass er gierig ist nach dem Ball. So einen Spieler mit Energie und Vorwärtsdrang brauchen wir.“ 
Sein Bundesligadebüt endete bereits zur Pause, trotzdem sind sie von Eitschberger und seinen Qualitäten überzeugt. Mit der U 19 stand er Ende Mai im Finale um die deutsche Meisterschaft, das Hertha 1:2 gegen Borussia Dortmund unterlag. Eitschberger hatte dabei die Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:0 für seine Mannschaft durch Luca Wollschläger gegeben. Aktuell absolviert er die Vorbereitung mit Herthas Profis. 

Hertha gewinnt 7:0 gegen Makkabi

Hoher Sieg für Hertha BSC im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung: Der Fußball-Bundesligist gewann in Kienbaum 7:0 (4:0) gegen den von Wolfgang Sandhowe trainierten Oberliga-Aufsteiger TuS Makkabi. Die Tore erzielten vor der Pause Davie Selke (12./Foulelfmeter, 17.), Marco Richter (18.) und Filip Uremovic (36.). In der zweiten Hälfte trafen Darry Scherhant (69.), Santiago Ascacibar (78.) und Vladimir Darida (86.).

Von den bislang drei Neuzugängen standen Uremovic und Torhüter Tjark Ernst in der Startelf. In der zweiten Hälfte schickte Trainer Sandro Schwarz eine komplett neue Mannschaft auf den Rasen, darunter war mit Jonjoe Kenny auch der dritte Neue. 

“Wir haben zwei ordentliche Halbzeiten gesehen. In der zweiten Halbzeit fand ich es auch gut, obwohl wir ein Tor weniger geschossen haben. Wir hatten insgesamt eine gute Struktur und haben schön herausgespielte Tore erzielt. Deswegen war es ein ordentlicher Auftritt”, sagte Schwarz.  

Hertha ist noch bis einschließlich Freitag im Trainingslager in Kienbaum, am Samstag steht das zweite Testspiel auf dem Programm. Die Berliner treten um 16 Uhr beim Regionalligisten SV Babelsberg 03 im Karl-Liebknecht-Stadion an. 

Und Ende

Und das war die außerordentliche Mitgliederversammlung von Hertha BSC. Sie hielt einen Paukenschlag bereit: Erstmals im deutschen Profifußball ist der Präsident eines Vereins jemand mit einer Ultra-Vergangengheit, Kay Bernstein hat sich gegen Frank Steffel durchgesetzt. Vizepräsident ist Fabian Drescher geworden, der eng mit Bernstein zusammenarbeiten wird.
Dies ist eine schallende Ohrfeige beispielsweise für Klaus Brüggemann, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, oder Präsidiumgsmitglied Ingmar Pering, die beide Steffel stark unterstützt hatten. Und es ist gleichzeitig ein Sieg der Fanbasis. Klar ist aber auch: Nun beginnt die Arbeit für Bernstein erst – und es wartet ein Menge davon auf den 41-Jährigen. Schließlich lag bei Hertha zuletzt so einiges im Argen.
Das Schlusswort hat der neue Präsident Kay Bernstein: Lasst uns diese Energie und Hoffnung von heute mitnehmen. Lasst es uns besser machen.” 

Das soll es gewesen sein aus dem City Cube. Ich wünsche allen noch einen schönen Rest-Sonntag! 

Einer ist gewählt

Hans-Joachim Bläsing ist ins Präsidium gewählt worden (559 von 998 Stimmen). Sonst hat im zweiten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit erreicht. 

Es dauert noch

Zumindest für musikalische Untermalung ist hier auch jetzt noch gesorgt. Es dürfte in den letzten Stunden jedes Lied, das entfernt mit Hertha BSC zu tun hat, schon einige Male eingespielt worden sein. 

Das Ergebnis für die Beisitzer im Präsidium ist da

Nur ein Kandidat hat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht (835 von 1384 abgegebenen Stimmen): Tim Kauermann, der zur Lager des neuen Präsidenten Kay Bernstein gehört. Es gibt einen zweiten Wahlgang. Elf Kandidaten treten nicht mehr an.

Weiter warten

Das Wahlergebnis der einfachen Mitglieder im Präsidium lässt auf sich warten. So lange gab es den Punkt “Verschiedenes”. Zur Wahl: Vier Kandidaten brauchen eine absolute Mehrheit. Sonst gibt es einen zweiten Wahlgang.

Jetzt wird abgestimmt

Aber es gibt keine Pause, sondern geht gleich weiter im Programm.

Vorstellungsrunde

Hier im City Cube läuft nach wie vor die Vorstellung der insgesamt 24 Kandidaten, die sich ins Präsidium wählen lassen wollen. 

Auf Kay Bernstein wartet viel Arbeit

In seinem Kommentar analysiert Michael Rosentritt die Situation, in der sich Hertha BSC nach der Präsidentenwahl befindet. Und kommt zu folgendem Urteil: tagesspiegel

Fabian Drescher wird Vizepräsident

Drescher, der einzige Kandidat, bekam 1966 von 2216 abgegebenen Stimmen. Er ist damit neuer Vizepräsident.

Was macht eigentlich Lars Windhorst?

Der Investor hat offenbar genug gesehen heute…

Erste Reaktion von Kay Bernstein

“Unsere alte Dame liegt auf der Intensivstation. Wir können sie jetzt von innen heilen und ganzheitlich gesund machen. Jeder kann und muss mithelfen, damit wir unsere blau-weiße Seele zurückgewinnen.” 

Interview mit Kay Bernstein aus dem Mai

Das sagte uns der nun neue Präsident von Hertha BSC übrigens vor der Wahl. Unter anderen sprach Bernstein auch darüber, was er alles vorhat bei seinem Klub: tagesspiegel

Ingmar Pering zieht seine Kandidatur als Vizepräsident zurück

Damit ist Fabian Drescher einziger Kandidat. Er hatte vorab gesagt, er wolle Vizepräsident werden, falls Bernstein gewählt wird.  

Lauter Jubel

Es war eben kurzzeitig eine Stimmung wie in der Ostkurve. Vor allem in den ersten Reihen, wo die aktive Fanszene sich platziert hatte. “HaHoHe, Hertha BSC”, erschallte es es sehr lautstark. Weitere Beiträge

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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