In Britz wird mit Holz und Lehm gebaut

In Britz wird mit Holz und Lehm gebaut

Ein Pilotprojekt für den Geschossbau: ein Holz- und ein Ziegelhaus mit Lehmwänden Foto: RUNO FIORETTI MARQUEZ GmbH/ZRS ARCHITEKTEN

Bauen wie anno dunnemals: Auf einem Grundstück an der Straße Alt-Britz 107 testet die städtische Gesellschaft Stadt und Land den Bau von Lehm-Häusern.

„Es ist geplant, den Lehm an den Wänden der Wohnräume zu verbauen“, so Sprecherin Anja Libramm zur B.Z. „Das Material kommt einmal in Form von Lehmbau-Platten und säckeweise als Lehmputz auf die Baustelle.“ Um die Wirkung wissenschaftlich zu erforschen, sind die Grundlagen verschieden: einmal ein Ziegelhaus und einmal ein Holzhaus.

Die höheren Investitionskosten von Lehm als Wandverkleidung sollen durch Einsparungen bei der Gebäudetechnik ausgeglichen werden. Professor Eike Roswag-Klinge von der Technischen Universität (TU): „Es entsteht ein gesundes Raumklima, so kann auf Lüftungs- und Klimatechnik verzichtet werden.“

Es gibt aber noch mehr Vorteile: Lehm ist ein Naturbaustoff, der zu 100 Prozent recycelbar ist. Libramm: „Außerdem hat Lehm das Potenzial, im Holzbau Gipskarton als Brandschutzbekleidung zu ersetzen. Daran wollen wir weiter forschen.“

Baubeginn ist Anfang 2023, die Fertigstellung 2024 geplant.

In Britz wird mit Holz und Lehm gebaut

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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