Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung: Schuldig! Wieder Haftstrafe für Fler

Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung: Schuldig! Wieder Haftstrafe für Fler

Der Rapper, hier vor einem früheren Prozesstag auf dem Weg zum Gericht, wurde wieder zu einer Haftstrafe verurteilt

Foto: Olaf Wagner Teilen Twittern Senden Von: Anne Losensky 23.11.2022 – 13:08 Uhr

Berlin – Der Berliner Rapper Fler (40) ist erneut verurteilt worden!

Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Musiker am Mittwoch der Körperverletzung sowie der Beleidigung, Bedrohung, Sachbeschädigung und der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten schuldig.

Es verurteilte Fler zu einem Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. Außerdem muss der Musiker 10 000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

In die Strafe einbezogen wurde eine inzwischen rechtskräftige Verurteilung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung, die im März 2021 unter anderem wegen Beleidigung gegen den Rapper verhängt worden war.

Der Rapper, mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky, war am Mittwoch nicht zum Gericht gekommen, wurde in seiner Abwesenheit schuldig gesprochen.

Am ersten Prozesstag vor einer Woche hatte der 40-Jährige die Vorwürfe zugegeben, später war er mitten in der Befragung einer Zeugin wütend über Angaben der Frau aus dem Saal gestürmt. Es würden Lügen vorgetragen, hatte er zuvor gerufen.

Fler ist Rapper, Songwriter. Graffiti-Künstler. Eigenes Label („Maskulin“). Pseudonym „Frank White“. Wuchs auf in der Thermometer-Siedlung in Berlin-Lichterfelde. Mit 15 in Psycho-Behandlung, später im Heim. Sprayer-Szenegröße. Kleinkrimineller. Lernt Bushido in Lackierer-Lehre kennen (abgebrochen). Rap-Karriere-Start 2002. Heute ist er einer der ärgsten Gegner von Bushido.

Das sagte Fler vor Gericht

Fler sagte bei seiner Aussage: „Ich will nichts schönreden oder rechtfertigen. Ist alles so vorgefallen zu hundert Prozent. Aber so gehe ich nicht immer durchs Leben. Ich schäme mich, was da für ein Bild von mir rüberkommt …“

► Auf Instagram seien „willkürlich Rap-Texte“ von ihm zitiert worden, „völlig aus dem Kontext gerissen“. Frauenfeindlichkeit sei ihm im Internet von einer Frauen-Kampagne unterstellt worden: „Wo man mich da reinpackt vom Niveau, war für mich schon mal’n Angriff. Da bin ich als Rapper natürlich in Zugzwang. Ist’ne Herausforderung, ist Sport. Und ich habe Übung darin durch meine Kunst, wenn ich erstmal anfange, dann mache ich es ausgiebig. Dass Leute dann Angst bekommen, tut mir leid. Die denken, die haben einen Freifahrtschein, können die Sau rauslassen. Das geht nicht, das macht meinen Ruf kaputt.“

► Setzte er öffentlich 2000 Euro aus für die Adresse einer der Frauen? „Wenn’s so in den Akten steht, bestimmt richtig. Wenn ich erstmal aufdrehe, geht es richtig los. Hat ’ne Menge losgetreten …“

Eine Quelle: www.bild.de

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