Madrid gewinnt europäischen Supercup : Real bleibt für die Eintracht eine Nummer zu groß

Gegen abgezockte Madrilenen hält Frankfurt lange sehr gut mit. Doch dann erweist sich der Champions-League-Sieger als zu stark und besiegt die SGE mit 2:0.

Madrid gewinnt europäischen Supercup : Real bleibt für die Eintracht eine Nummer zu groß

Frankfurts Götze muss Madrids Benzema beim Jubeln zuschauen.Foto: REUTERS/Kai Pfaffenbach

Eintracht Frankfurts Europa-League-Sieger sind nach ihren euphorischen internationalen Fußball-Monaten ausgebremst worden. Die Hessen unterlagen im Finale um den europäischen Supercup am Mittwochabend in Helsinki Real Madrid mit 0:2 (0:1) und verpassten knapp drei Monate nach dem spektakulären Triumph in Sevilla einen weiteren Titelcoup.

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Ex-Bayern-Profi David Alaba (37. Minute) und Karim Benzema (65.) erzielten vor rund 31.000 Zuschauern im Olympiastadion die Tore für den Champions-League-Sieger.

Die Eintracht lieferte angefeuert von mehr als 10.000 eigenen Fans und geschwächt von der Absage des wechselwilligen Filip Kostic einen tapferen Kampf, musste sich den abgezockten Titelhamstern um Toni Kroos aber klar geschlagen geben.

Der FC Bayern, der 2013 und 2020 die Trophäe holte, bleibt der einzige deutsche Sieger des UEFA-Krönungsspiels. Real schließt mit dem fünften Supercup-Titel zu den beiden Rekordhaltern FC Barcelona und AC Mailand auf.

Madrid gewinnt europäischen Supercup : Real bleibt für die Eintracht eine Nummer zu groß

Real Madrid hat den Supercup gewonnen.Foto: AFP/Javier Soriano

Als „Belohnung“ für den großen Europa-League-Abend in Spanien hatte Trainer Oliver Glasner fast dieselbe Startelf wie im Mai aufgeboten. Für Kostic, der wegen seiner Transferverhandlungen freigestellt fehlte, begann Christopher Lenz.

Gegen die Weltklasse-Auswahl um Ex-Nationalspieler Kroos in deren erstem Pflichtspiel der neuen Saison tastete sich die Eintracht immer wieder aus der eigenen Hälfte heraus. Der auffällige Daichi Kamada zwang Real-Torwart Thibaut Courtois in der 14. Minute zur Parade.

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Die Antwort von Real hatte es allerdings ebenso in sich: Nach einem Angriff über Federico Valverde und Benzema kam Vinícius Júnior zum Abschluss, Frankfurts Tuta rettete für den schon geschlagenen Kevin Trapp vor der Linie (17.).

„Sich immer wieder neu beweisen“, sei die große Aufgabe, hatte Sportvorstand Markus Krösche gesagt. Beim 1:6 gegen den FC Bayern am Freitag war das grandios schiefgegangen, in Helsinki zeigte sich die Eintracht verbessert.

Ansgar Knauff prüfte aus spitzem Winkel erneut Courtois (24.), in der Defensive konnten die Hessen den Wirkungskreis von Kroos und dem früheren Weltfußballer Luka Modric zumindest zeitweise einschränken.

Routinierte Madrilenen

Wie schnell es aber gefährlich werden konnte, zeigte Vinícius Júnior mit seinem Abschluss, den Trapp zwar noch parieren konnte (37.). Bei der folgenden Ecke nutze Alaba jedoch die kurze Unordnung in der Frankfurter Defensive zum Tor. Dann wurde es ganz schwer für die Eintracht.

Madrids Startrainer Carlo Ancelotti ließ zunächst dieselbe Elf spielen wie beim Triumph in der Königsklasse gegen den FC Liverpool. Neuzugang Antonio Rüdiger, in der deutschen Nationalmannschaft Hansi Flicks Abwehrchef, saß bis kurz vor Schluss auf der Bank und konnte kurz vor der Pause die nächste gute Real-Chance sehen. Nach Hereingabe von Kroos von der rechten Seite kam Benzema zum Abschluss, der Schuss des Weltfußballer-Kandidaten ging aber knapp am Frankfurter Tor vorbei (41.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bemühte sich die Eintracht zwar, mit Tempo in Richtung Real-Tor zu kommen. Ancelottis Starensemble zeigte aber die ganze Routine etlicher großer Spiele auf europäischer Bühne. Die Gefahr, in einen Konter zu laufen, war riesengroß für den Bundesligisten. Trapp rettete gegen Vinícius Júnior (55.).

Glasner reagierte und brachte Randal Kolo Muani für Jesper Lindström sowie Mario Götze für Sebastian Rode (59.). Kurz darauf traf Reals Casemiro die Latte (61.), ehe Benzema nach Vorlage von Vinícius Júnior den zweiten Treffer erzielte. Es war die Entscheidung. (dpa)

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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