Mehr und mehr mit Messer bewaffnet: Berliner Kinder und Jugendliche immer brutaler

Mehr und mehr mit Messer bewaffnet: Berliner Kinder und Jugendliche immer brutaler

Anfang November in Berlin-Friedrichshain: Jugendliche geraten aneinander, ein Jagd- und ein Klappmesser werden sichergestellt

Foto: spreepicture Teilen Twittern Senden 27.12.2022 – 15:06 Uhr

Berlin – Erschreckende Zahlen aus der Hauptstadt: Deutlich mehr Kinder und Jugendliche sind in Berlin 2022 durch Gewalttaten aufgefallen. Die Polizei sprach von mehr als 500 Verdächtigen, deutlich mehr als in den Vorjahren.

Auch bei den Gesamtzahlen von Erwachsenen und Jugendlichen gibt es einen deutlichen Anstieg der sogenannten Rohheitsdelikte, dazu zählen z.B. Raubüberfälle und Körperverletzungen.

Mehr und mehr mit Messer bewaffnet: Berliner Kinder und Jugendliche immer brutaler

Diese Messer wurden in Friedrichshain beschlagnahmt

Foto: spreepicture

Das gelte auch für den Vergleich mit 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik der Deutschen Presse-Agentur. „Im Langzeitvergleich haben wir in diesem Jahr die höchste Belastung der letzten Jahre.“

Besonders von März bis Juli habe die Polizei eine starke Zunahme solcher Taten festgestellt.

Laut Slowik kommt es zu den Vorfällen häufig in Parks und Grünanlagen wie Hasenheide, Gleisdreieck, Monbijou-Park, Treptower Park, Mauerpark, Leopoldplatz und auch in Spandau. Weniger hingegen an den klassischen Problemorten Alexanderplatz, Kottbusser Tor, Görlitzer Park, Warschauer Brücke und Karl-Marx-Straße.

Mehr und mehr mit Messer bewaffnet: Berliner Kinder und Jugendliche immer brutaler

29. Oktober in Berlin-Lichtenberg: Jugendlichen geraten vor einem Supermarkt in Streit, eine Teenagerin soll mit einem Messer bedroht worden sein

Foto: Spreepicture

„Das müssen wir uns genau ansehen“, kündigt Slowik an. Kriterien wie Wohnort, Motiv, Lebens- und Begleitumstände müssten analysiert werden. Die Polizeipräsidentin betonte: „Was mich ganz persönlich besorgt, ist der Anstieg von Taten, an denen Kinder und Jugendliche als Täter beteiligt sind.“

Der Polizei seien 2022 bei den entsprechenden Ermittlungen 141 Kinder bis 13 Jahren aufgefallen, im Vorjahr waren es 80. Bei den Jugendlichen bis 17 Jahren waren es 369 Verdächtige, im Vorjahr hingegen 234 – ein deutlicher Anstieg.

Mit Messer bewaffnet

Immer wieder hätten Kinder und Jugendliche bei ihren Taten auch ein Messer dabei und setzten es ein. „Das hat leider zugenommen. Wir betrachten diese Entwicklung sehr genau“, sagte Slowik. Die Angriffe würden häufig untereinander geschehen.

Oft seien es junge Menschen, die auf der Straße unterwegs seien, sich zufällig treffen würden und zusammen loszögen, ohne gezielte Unternehmung oder einen konkreten Plan im Kopf. „Sie gehen gemeinsam los, treffen auf andere Gruppen und dann gibt es Auseinandersetzungen, und eben auch unter Einsatz von Messern.“

Eine Quelle: www.bild.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.