Migration: Flughafen noch nicht bereit für Flüchtlinge

Migration: Flughafen noch nicht bereit für Flüchtlinge

In zwei Hangars des ehemaligen Flughafens sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Montag, 14.09.2015, 18:03 Je mehr Flüchtlinge kommen, desto schwieriger lassen sich Unterkünfte finden. Bisher mussten sich die meisten Berliner kaum einschränken – daher auch die allgemeine Zustimmung. Nun kommt es zu ersten ernsthaften Einschränkungen. Schon gibt es Klagen.

Der zuletzt immer weiter gestiegene Andrang von Flüchtlingen nach Berlin hat am Montag etwas nachgelassen. Ein weiterer Sonderzug aus München mit Asylbewerbern kam nicht nach Brandenburg und Berlin, wie die zuständigen Behörden in den beiden Bundesländern mitteilten. Ob dies mit den neuen Grenzkontrollen an den Übergängen zu Österreich zusammenhängt, war nach Behördenangaben nicht sicher. Trotzdem kamen weiterhin viele Flüchtlinge in die Hauptstadt – und die Suche nach Unterkünften geht weiter. Erste Beschwerden kamen von direkt Betroffenen: Sportverbände kritisierten die Belegung von Turnhallen.

Nachdem in der vergangenen Woche 5500 und am Wochenende erneut einige hundert neue Flüchtlinge und Einwanderer nach Berlin kamen, sollen als nächste große Unterkunft Hangars im früheren Flughafen Tempelhof bereitgestellt werden. Wann die Helfer dort Zelte oder Betten aufstellen, stehe aber noch nicht fest, sagte eine Sprecherin der Senatssozialverwaltung. Es seien noch nicht alle Prüfungen und Vorbereitungen abgeschlossen.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte angekündigt, voraussichtlich in dieser Woche sollte ein Hangar umfunktioniert werden. Weitere mögliche Orte für die Unterbringung werden noch geprüft. Das Kongresszentrum ICC sei aber wegen verschiedener Probleme vorerst keine Option mehr, so der Senat. Müller will am Dienstag ein Flüchtlingsheim in Wohncontainern in Köpenick besuchen.

Eine zusätzliche Bearbeitungsstelle für Asylanträge sollte am Dienstag in der Kruppstraße in Moabit eröffnet werden. Dort sollen zunächst die Flüchtlinge registriert werden, die in den vergangenen Tagen mit Zügen aus Bayern ankamen und vorerst in Sporthallen auf dem Berliner Olympiagelände untergebracht wurden. Durch den neuen Ort für die Registrierung soll das überlaufende Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in der Turmstraße entlastet werden.

Eine Quelle: www.focus.de

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