Mögliche Bremsprobleme bei drei Modellen : Erhöhte Unfallgefahr – Mercedes ruft fast eine Million ältere Autos zurück

Wegen möglicher Bremsprobleme ruft der Autohersteller weltweit ältere Fahrzeuge zurück. In Deutschland könnten 70.000 Autos betroffen sein.

Mögliche Bremsprobleme bei drei Modellen : Erhöhte Unfallgefahr – Mercedes ruft fast eine Million ältere Autos zurück

Ein Mitarbeiter von Mercedes-Benz bringt im Werk den Stern an einem Auto der C-Klasse an.Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Mercedes-Benz muss nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) weltweit fast eine Million Autos der Baujahre 2004 bis 2015 zurückrufen. Betroffen seien die SUV-Baureihen ML und GL sowie die R-Klasse, eine Großraumlimousine, hieß es in der Rückruf-Datenbank des KBA.

Bei den betroffenen Fahrzeugen könne Korrosion am Bremskraftverstärker „im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Verbindung zwischen Bremspedal und Bremssystem unterbrochen wird“, erklärte die Behörde. „In der Folge kommt es zum Ausfall der Betriebsbremse.“ Weltweit werden den Angaben zufolge insgesamt 993.407 Autos der drei Baureihen zurückgerufen. In Deutschland seien es vermutlich knapp 70.000 Autos.

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Mercedes-Benz bestätigte die Angaben. Die Korrosion könne bei den betroffenen Modellen „zu einer Undichtigkeit des Bremskraftverstärkers führen, wodurch sich die Bremskraftverstärkung reduzieren könnte”, erklärte ein Unternehmenssprecher. „In der Folge würden sich die für eine Verzögerung des Fahrzeugs erforderlichen Betätigungskräfte des Bremspedals erhöhen sowie sich der Bremsweg gegebenenfalls verlängern. Dies könnte mit wahrnehmbaren Zisch- bzw. Strömungsgeräuschen bei der Betätigung der Bremse einhergehen.“
In sehr seltenen Fällen könne die die Verbindung zwischen Bremspedal und Bremsanlage unterbrochen werden. Dann wäre es nicht mehr möglich, „das Fahrzeug über die Betriebsbremse abzubremsen“, erklärte der Sprecher weiter. „Dadurch würde sich die Unfall- bzw. Verletzungsgefahr erhöhen.“

Das Unternehmen werde umgehend mit dem Rückruf beginnen, um die Fahrzeuge zu überprüfen und bei Bedarf Teile auszutauschen. Bis zur Prüfung sollten die betroffenen Fahrzeuge nicht mehr genutzt werden. Falls erforderlich, plane Mercedes-Benz, für die Zeit des Werkstattaufenthaltes kostenlos eine Mobilitätslösung oder eine alternative Lösung anzubieten. (AFP, Reuters)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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