Nach verlorenem Prozess gegen Depp : Droht Amber Heard ein neuer Rechtsstreit?

Nach dem verlorenen Rechtsstreit gegen Johnny Depp will Amber Heards Versicherung nicht zahlen. Die Gesellschaft reichte nun eine Klage beim US-Bezirksgericht ein.

Nach verlorenem Prozess gegen Depp : Droht Amber Heard ein neuer Rechtsstreit?

Amber Heard verlässt am 1. Juni 2022 das Gerichtsgebäude von Fairfax County.Foto: Tom Brenner/Reuters

Nur wenige Wochen nach dem Urteil im Zivilprozess zwischen Johnny Depp und seiner Ex-Frau Amber Heard könnte ein neuer Gerichtsprozess auf die Schauspielerin zukommen.

Wie die „LA Times“ berichtet, will Heards Versicherungsgesellschaft „New York Marine and General Insurance Co.“ der 36-Jährigen nach dem verlorenen Prozess kein Geld auszahlen.

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Am Freitag reichte die Versicherung beim US-Bezirksgericht in Kalifornien schließlich eine Klage ein. Bei einem neuen Verfahren soll endgültig geklärt werden, ob die Schauspielerin nach dem verlorenen Rechtsstreit einen Anspruch auf Geld aus ihrer Versicherung hat oder nicht. Laut der „LA Times“ soll es um die Summe von einer Million US-Dollar gehen.

Ein Sprecher von Heard lehnte eine Stellungnahme bislang ab.

Wie konnte es so weit kommen?

In einem wochenlangen Gerichtsprozess warfen sich die beiden Hollywoodstars Johnny Depp und Amber Heard gegenseitig gewaltsame Übergriffe während ihrer Ehe vor.

Amber Heard hatte sich 2018 in der „Washington Post“ über ihre bisherigen Erfahrungen mit Gewalt in der Ehe geäußert. Johnny Depp reichte daraufhin eine Verleumdungsklage gegen seine Ex-Frau ein, weil Heards Äußerungen seinen Ruf ruiniert haben sollen. Die Beschuldigte konterte kurzerhand ebenfalls mit einer Verleumdungsklage.

In den sechs Wochen andauernden Verhandlungen erregten vor allem Heards eindrückliche Schilderungen über häusliche Gewalt das öffentliche Interesse. Bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung 2015 soll Depp die Spitze seines Mittelfingers verloren haben.

Bei der Urteilsverkündung im Juni wurde die Schauspielerin schließlich der Verleumdung schuldig gesprochen und zu einer Zahlung von insgesamt 10,35 Millionen US-Dollar verurteilt. Johnny Depp sollte hingegen eine Zahlung von 2 Millionen US-Dollar leisten.

Nach der Urteilsverkündung schrieb Heard via Twitter: „Die Enttäuschung, die ich heute fühle, kann man nicht in Worte fassen“.

Warum will die Versicherungsgesellschaft nicht zahlen?

Wie die „LA Times“ berichtet, sollen Amber Heard und die Versicherungsgesellschaft sich bereits 2019 auf eine Versicherungspolice geeinigt haben. Laut Vertrag sollen die Schadensersatzzahlungen eine Summe von bis zu einer Million Dollar abdecken.

Die „New York Marine“ weigere sich nun allerdings, für die Kosten aufzukommen und berufe sich dabei auf den Paragrafen 533 des kalifornischen Versicherungsgesetzes.

Das Gesetz besagt, dass „ein Versicherer nicht für einen Schaden haftet, der durch eine vorsätzliche Handlung des Versicherten verursacht wurde“. Die „New York Marine“ argumentiert, dass die Jury im bisherigen Prozess bereits zweifelsfrei festgestellt habe, dass Amber Heard vorsätzlich und mutwillig gehandelt habe. (Tsp)

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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