Nach Wechselfehler: DFB weist Freiburger Einspruch zurück, rügt Schiedsrichter

Nach Wechselfehler: DFB weist Freiburger Einspruch zurück, rügt Schiedsrichter

Für Schiedsrichter Christian Dingert wurde es in der Schlussphase des Spiels SC Freiburg gegen den FC Bayern München knifflig – der Rekordmeister hatte einen Spiele zu viel auf dem Feld Foto: THOMAS KIENZLE/AFP

Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch des SC Freiburg gegen das 1:4 gegen die Bayern zurückgewiesen. Den Münchnern sei kein schuldhaftes Vergehen nachzuweisen. Stattdessen rügt das Gericht das Schiedsrichter-Team.

Der 4:1-Sieg des FC Bayern in der Bundesliga-Partie beim SC Freiburg bleibt trotz des Wechselfehlers des Tabellenführers bestehen. Diese Entscheidung seines Sportgerichts verkündete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag. Die Freiburger hatten am Montagabend Protest gegen die Spielwertung eingelegt, da der Club formal in der aktiven Rolle sei, die Vorgänge rechtlich überprüfen zu lassen.

Nach Ansicht des Sportgerichts war den Münchnern „der schuldhafte Einsatz eines nicht einsatzberechtigten Spielers“ nicht anzulasten. Damit liege kein Grund für eine Aberkennung des Sieges vor. Vielmehr sei ein gravierendes Fehlverhalten von Schiedsrichter Christian Dingert und seinem Team Ursache des Wechselfehlers.

Nach Wechselfehler: DFB weist Freiburger Einspruch zurück, rügt Schiedsrichter

Diskussion kurz vor Spielende: Beim Bundesliga-Spiel SC Freiburg gegen Bayern München spielten die Gäste aus München kurzzeitig mit einem 12. Mann (Foto: THOMAS KIENZLE/AFP)

Die Bayern hatten bei der Partie am vergangenen Samstag für wenige Sekunden zwölf Spieler auf dem Feld, ehe der Referee die Begegnung beim Stand von 1:3 aus Freiburger Sicht unterbrach. Zuvor war bei der geplanten Auswechslung von Kingsley Coman die falsche Rückennummer durch Münchens Teammanagerin angezeigt worden. Der Franzose fühlte sich wohl nicht angesprochen und ging bei einem Doppelwechsel zunächst nicht vom Platz. In dieser Phase kam es jedoch zu keinen spielentscheidenden Szenen.

Die Beteiligung der Bayern an dem Wechsel-Chaos reiche „auch unter Gesichtspunkten der Verhältnismäßigkeit nicht aus, um die gravierende Rechtsfolge einer Spielumwertung zu rechtfertigen“, sagte Stephan Oberholz, der Vorsitzende des Sportgerichts.

Nach Wechselfehler: DFB weist Freiburger Einspruch zurück, rügt Schiedsrichter

Kingsley Coman  (M) sollte vom Feld, doch da seine alte Nummer angezeigt wurde, fühlte sich der Franzose nicht angesprochen (Foto: HEIKO BECKER/REUTERS)

Das Schiedsrichter-Team sei seinen Pflichten „in mehrfacher Hinsicht schuldhaft nicht nachgekommen“, fügte Oberholz hinzu. Der vorliegende Fall sei auch nicht vergleichbar mit dem Wechselfehler des VfL Wolfsburg, der im DFB-Pokal bei Preußen Münster unerlaubt einen sechsten Auswechselspieler in die Partie gebracht hatte. Dem VfL war danach der Sieg aberkannt worden.

In der Tabelle liegen die Bayern somit nun weiter neun Punkte vor Verfolger Borussia Dortmund an der Spitze. Freiburg belegt den zur Teilnahme an der Europa League berechtigenden Rang fünf – mit drei Punkten Rückstand auf RB Leipzig auf Champions-League-Platz vier und mit einem Zähler Vorsprung auf die sechstplatzierte TSG 1899 Hoffenheim.

Die Breisgauer können gegen das Urteil binnen eines Werktags Einspruch einlegen.

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Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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