Neue Single: Marius Müller-Westernhagen rechnet mit „Zeitgeist“ ab

Neue Single: Marius Müller-Westernhagen rechnet mit „Zeitgeist“ ab

Marius Müller-Westernhagen sang natürlich seinen großen Hit „Freiheit“ Foto: picture alliance/dpa

Nach acht Jahren hat Marius Müller-Westernhagen („Freiheit“) erstmals wieder eine Single eingespielt. Im Song „Zeitgeist“ rechnet der 73-Jährige mit politischen und gesellschaftlichen Oberflächlichkeiten ab. Das von Gitarren geprägte, rockige Stück wurde am Freitag veröffentlicht, es stammt aus dem kommenden Album „Das eine Leben“.

Dieses 23. Studiowerk des Deutschrock-Musikers soll nach Angaben der Plattenfirma Sony am 20. Mai erscheinen. Zuletzt hatte Marius Müller-Westernhagen vor knapp drei Jahren eine Blues-Version seines Erfolgsalbums „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ von 1978 eingespielt. In seiner Musikkarriere hat er bisher mehr als 17 Millionen Platten verkauft. Das neue Album schrieb der Sänger nach eigenen Angaben während eines Corona-Lockdowns in Südafrika.

Im Video zu „Zeitgeist“ wandelt Müller-Westernhagen zwischen dem „heute Hü und morgen Hott“ der auf riesigen Screens in einer dunklen, kalten Halle an ihm vorbeiziehenden Videowelten. Von Bling-Bling geht es zu Heidi Klum, Donald Trump ist dabei, Kriegsbilder mit Ukraine-Bezug, auf Hitler folgt Putin. Umweltzerstörung ist ebenso Thema wie der Protest dagegen. Auch Corona, Flucht, MeToo-Bewegung, „Black Lives Matter“ oder Handysucht werden angerissen.

„Wenn du nichts kannst, tu einfach so“, singt Müller-Westernhagen dazu. Und klagt Ignoranz an: „Ich schrie so laut ich konnte, während du dich sonntest.“ Der Lack sei inzwischen ab, aber jeder hoffe auf ein gutes Ende. Dafür fordert der Sänger aber Einsatz: „Auf die Barrikaden, das kann keinem schaden!“, singt er. Zu Flüchtlingsbooten im Video ist die Zeile „Hinaus, hinaus auf hohe See“ zu hören.

Dabei hinterfragt er auch sich selbst. „Vielleicht bin ich ein Spinner, vielleicht war ich’s schon immer.“ Müller-Westernhagen lässt seine Fans zum Schluss des Songs nicht in Trübsal zurück, er verweist auf ein mögliches Happy End: „Wenn wir nicht gestorben, dann leben wir noch morgen. Vielleicht ist das die Wende, zu ’nem guten Ende.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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