Neuer Verkehrs-Plan der Berliner Grünen: Groß parkt bald teurer

Umweltverwaltung will 2023 Preise für Einwohner-Vignetten nach Größe und anderen Klima-relevanten Kriterien staffeln

Neuer Verkehrs-Plan der Berliner Grünen: Groß parkt bald teurer

Auch andere Städte haben schon gestaffelte Anwohner-Preise

Foto: christian lohse Teilen Twittern Senden Von: Hildburg Bruns 21.12.2022 – 14:59 Uhr

Berlin – Im Berliner Verkehr kommt es künftig auf die Größe an. Die Umweltverwaltung von Bettina Jarasch (54, Grüne) will den Preis für Einwohner-Vignetten im kommenden Jahr nach Größe und anderen Klima-relevanten Kriterien staffeln.

Aus dem neuen Klimaschutzprogramm 2030 geht hervor, dass in fast allen Bereichen der Ausstoß des gefährlichen Klima-Killergases CO₂ gesunken ist. Minus 40 Prozent seit dem Jahr 1990. Die große Ausnahme ist der Verkehr, wo die Emissionen von Kfz, Flugzeugen und Schienenverkehr um 12 Prozent zugelegt haben.

Da Berlin spätestens im Jahr 2045 klimaneutral sein soll (minus 95 Prozent Ausstoß), gibt es viele geplante Maßnahmen. Gestaffelte Vignetten-Gebühren gibt es schon in anderen Städten, wie in Tübingen nach Kfz-Gewicht bis zu 180 Euro. Bislang war für Berlin schon von 120Euro/Jahr die Rede – fast das Zwölffache des bisherigen Preises (10,20 Euro).

Neuer Verkehrs-Plan der Berliner Grünen: Groß parkt bald teurer

Umweltsenatorin Bettina Jarasch (54, Grüne) will den Autoverkehr zurückdrängen

Foto: Carsten Koall/dpa

Die Kfz-Größe soll auch eine Rolle spielen bei der geplanten Nullemissionszone auf dem Gebiet der heutigen Umweltzone. Bis 2030 sollen hier Benziner und Diesel-Kfz möglichst ausgeschlossen werden. Geprüft wird, ob in Zukunft 150 Pkw-Parkplätze pro 1000 Einwohner reichen sollen. Geprüft wird auch eine Prämie für Berliner, die ihren Pkw dauerhaft abgeben, etwa ein Gratis-ÖPNV-Ticket. Verständigt hat sich Rot-Grün-Rot dagegen auf ein Nein zu einer City-Maut.

Wie steht’s in anderen Bereichen?

► ENERGIE: Deutlicher Rückgang des CO₂-Ausstoßes durch Umstellung von Öl auf Gas und Ausstieg aus der Braunkohle bei der Fernwärme-Erzeugung. Ziel: Halbierung bis 2030 (auf 3000 Kilotonnen). Bis spätesten 2030 soll in Moabit und im Kraftwerk Reuter keine Kohle mehr verfeuert werden. Derzeit gibt es in Berlin nur sechs Windräder, eine Studie klärt bis August mögliche neue Standorte. Solarstrom soll in der Hauptstadt ein Viertel des benötigten Stroms liefern. Ende des vergangenen Jahres gab es aber erst 11 100 Fotovoltaik-Anlagen – ab 2023 werden sie auf Neubauten Pflicht.

Eine Quelle: www.bild.de

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