Politische Botschaft am 1. Mai? Nein, aber leider jede Menge Hass

Politische Botschaft am 1. Mai? Nein, aber leider jede Menge Hass

Am 1. Mai gab es wieder Ausschreitungen. Dazu ein Kommentar von B.Z.-Chefredakteurin Miriam Krekel Foto: picture alliance / B.Z.-Montage

Demos und Proteste am 1. Mai in Berlin. Doch viel politische Botschaft steckte nicht drin. Dazu ein Kommentar von B.Z.-Chefredakteurin Miriam Krekel.

Von Miriam Krekel

Wie heißt es so schön? Früher war mehr Lametta – und nebst mehr Schnee an Weihnachten auch definitiv mehr 1. Mai, besonders mehr Politik.

Mehr Botschaften, mehr Hintergrund und nicht nur blanke Wut, Gewalt, Zerstörung und eine blinde wahllose Aneinanderreihung von meist hasserfüllten Botschaften.

Die bitterste aller Botschaften ist aber, dass bei den Demos am „Tag der Arbeit“ in vorderster Reihe Antisemiten mitmarschieren. Also haben wir eine Fülle von „keine Meinung, aber gegen alles“, Reden ohne Inhalt, sich wiederholende „Sch…“-Rufe und als Neuerung den niedersten Protest in unserem Land. Diese Menschen fordern nicht nur das Ende Israels, sie feiern immer wieder bei Anschlägen verletzte und getötete Juden.

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In der Gruppe mit linker Hass-Mentalität haben sie neue Verbündete gefunden, nur ein einziges Plakat sprach sich „Gegen jeden Antisemitismus“ aus.

Weitere politische Botschaften? Putin ist ein Schwein und Bullen auch, Yuppies raus und ganz Berlin hasst die Polizei.

Nicht zu vergessen die Eier-Würfe gegen Berlins Regierende Franziska Giffey. Sie nahm den Schock-Moment nach außen hin gelassen. „Wenigstens waren die Eier frisch“, versuchte sie es mit ein wenig Humor gegenüber der B.Z. Angefühlt hat es sich bestimmt alles andere als lustig…

Aber wer will schon reden, wenn er Eier werfen kann? Politische Botschaft? Keine Eier – aber leider jede Menge Hass.

Politische Botschaft am 1. Mai? Nein, aber leider jede Menge Hass

 

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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