Proteste auf der Stadtautobahn : Erneut Klima-Blockaden in Berlin – A100 teilweise gesperrt

An der Seestraße gibt es erneut Proteste der „Letzten Generation“. Teilnehmer haben sich offenbar an der Fahrbahn festgeklebt und an Schilderbrücken fixiert.

Proteste auf der Stadtautobahn : Erneut Klima-Blockaden in Berlin – A100 teilweise gesperrt

Mit den Aktionen fordern die Aktivisten den Bundeskanzler auf, sich gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee zu positionieren.Foto: REUTERS/Christian Mang

In Berlin demonstrieren Klima-Aktivisten am Montag erneut auf der Stadtautobahn A100. Wie die Initiative “Letzte Generation” am Morgen mitteilte, hätten sich Teilnehmer auf der Fahrbahn festgeklebt sowie sich auf Schilderbrücken über der Autobahn fixiert. Bilder der Agentur Reuters zeigen Protestierende auf einer Brücke über der Fahrbahn sowie auf der Straße selbst, vor ihnen wartende Fahrzeuge.

Die Blockaden finden den Angaben der Aktivisten zufolge auf der A100 an der Seestraße und Beusselstraße statt. Erst am vergangenen Freitag hatte die Initiative am Kurt-Schumacher-Damm Ecke Heckerdamm demonstriert.

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Der A100-Abschnitt zwischen Dreieck Charlottenburg und Ausfahrt Seestraße wurde am Montag gesperrt.Foto: REUTERS/Christian Mang

Wie die Verkehrsinformationszentrale auf Twitter mitteilte, läuft eine unangemeldete Demonstration an der A100-Ausfahrt Seestraße/Beusselstraße. Die BVG-Buslinie 106 werde wegen der Demo in Richtung Seestraße zwischen Turmstraße/Beusselstraße und Seestraße/Amrumer Straße via Stromstraße umgeleitet. Der Autobahn-Streckenabschnitt zwischen Dreieck Charlottenburg und Ausfahrt Seestraße sei gesperrt worden.

Mit den Aktionen fordere man Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) weiterhin auf, sich klar gegen neue Ölbohrungen in der Nordsee zu positionieren, teilte die Initiative mit.

Proteste von Klimaaktivisten in Großbritannien

In der Vergangenheit gab es wiederholt aufsehenerregende Klima-Proteste: In Großbritannien klebten sich Aktivisten in mehreren Museen an die Rahmen von Gemälden. Die Organisation Just Stop Oil teilte mit, sie habe mit der Aktion am Mittwoch die Kunstwelt auffordern wollen, sich dem „zivilen Widerstand“ im Kampf gegen den Klimawandel anzuschließen, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Freitag meldete.

Im schottischen Glasgow klebten sich die Aktivisten an den Rahmen des Bildes „My Heart’s In The Highlands“ des Künstlers Horatio McCulloch aus dem 19. Jahrhundert, das im Kelvingrove Art Gallery and Museum in Glasgow hängt. Außerdem sollen sie das Logo der Gruppe auf die Wände und den Boden des Museums gesprüht haben. Die schottische Polizei nahm mehrere Beteiligte – vier Frauen und einen Mann zwischen 20 und 31 Jahren – fest.

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Auch in London und Manchester sorgten die Aktivisten, die zuvor eher an Regierungsgebäuden oder Ölterminals protestiert hatten, in den vergangenen Tagen für Aufsehen: In der Courtauld Gallery in London klebten sie sich nach eigenen Angaben an den Rahmen eines Van-Gogh-Werkes, in Manchester an ein Bild von William Turner. Die Gruppe ruft die britische Regierung auf, keine neuen Öl- und Gasprojekte mehr zuzulassen..

Im britischen Silverstone sind kurz nach einem schweren Unfall beim Formel-1-Rennen mehrere Demonstranten auf die Strecke gestürmt. Die Personen seien „umgehend entfernt“ worden, teilte der Weltverband Fia am Sonntag mit. Bilder im Internet zeigten, wie Streckenposten offenbar einige Menschen auf dem Asphalt in Gewahrsam nehmen. Die Aktivisten waren anscheinend über die Zäune geklettert. Medien zufolge richtete sich der Protest gegen die weltweite Nutzung von Erdöl. Sieben Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei am Abend mit. (Tsp,dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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