Religion: Chanukka-Leuchter zum jüdischen Lichterfest entzündet

Religion: Chanukka-Leuchter zum jüdischen Lichterfest entzündet

Die ersten Kerzen der Chanukka-Leuchter leuchten vor dem Potsdamer Rathaus. Sonntag, 18.12.2022, 18:00

Zum jüdischen Lichterfest sind am Sonntag in der brandenburgischen Landeshauptstadt Chanukka-Leuchter entzündet worden. Bei der Zeremonie der Jüdischen Gemeinde Potsdam erstrahlte vor dem Rathaus das erste Licht. Auch am Landtag wurde Chanukka (hebräisch: Einweihung) gefeiert und ein Leuchter öffentlich entzündet.

Nach Jahre langem Streit unter den verschiedenen jüdischen Gemeinden soll 2024 der Bau einer neuen Synagoge in der Landeshauptstadt fertig sein. Um die Neuausrichtung der Rabbinerausbildung am liberalen Abraham Geiger Kolleg in Potsdam tobt derzeit ein heftiger Streit.

Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD), die an der Feier vor dem Rathaus teilnahm, sagte laut Mitteilung: «Chanukka, das Lichterfest, feiert die familiäre Einkehr und das Zusammenkommen. Chanukka erzählt aber auch eine Geschichte von Widerstand, Selbstbehauptung und Zusammenhalt, von Hoffnung und Mut, von Glauben und Miteinander unter schwierigen Umständen. Und Chanukka erinnert uns daran, dass wir aus herausfordernden Zeiten stärker hervorgehen können, wenn wir zusammenhalten.» Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke wollte auf Einladung der Synagogengemeinde Potsdam bei der Zeremonie am Steubenplatz vor dem Landtag dabei sein.

Acht Tage lang wird während des Festes, das bis zum 26. Dezember dauert, ein Licht am Chanukka-Leuchter entzündet. Er hat in der Regel acht Kerzenhalter und zusätzlich einen neunten, der täglich
zum Anzünden der anderen Lichter dient. Mit dem Lichterfest gedenken Juden der Neuweihe des Tempels in Jerusalem im Jahre 165 vor der christlichen Zeitrechnung.

Eine Quelle: www.focus.de

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