Schlesinger-Skandal | Razzia in der RBB-Chefetage!

Dokumente beschlagnahmt

Schlesinger-Skandal  | Razzia in der RBB-Chefetage!

Blick auf das Sender-Gebäude in Berlin (Archivfoto)

Foto: Carsten Koall/dpa Teilen Twittern SendenVon: Michael Sauerbier 03.09.2022 – 19:47 Uhr

Berlin – Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Samstag die Chefetage des ARD-Senders RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) durchsucht. Ziel der überraschenden Razzia: Dokumente der gefeuerten Intendantin Patricia Schlesinger (61).

„Ab 9:30 Uhr haben wir mit einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Tiergarten den Intendanz-Bereich in der 13. Etage im RBB-Gebäude an der Masurenallee durchsucht“, sagte Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner zu BILD. „Ein Kollege von der Generalstaatsanwaltschaft war mit vor Ort. Drei Kisten mit Papieren wurden beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden.“

Die Razzia kommt überraschend, denn: Zu Beginn der Ermittlungen hatte der RBB erklärt, alle Unterlagen freiwillig herauszugeben. Doch dann entstand der Verdacht, dass der Sender nicht Alles an die Ermittler weitergereicht hat.

Schlesinger-Skandal  | Razzia in der RBB-Chefetage!

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt seit einiger Zeit unter anderem gegen die fristlos entlassene Intendantin des RBB, Patricia Schlesinger

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Presseanfragen zu Beraterverträgen und angeblichen Arbeitsessen der gefeuerten Intendantin blockt der RBB weiterhin ab. Von Transparenz und Aufklärung keine Spur.

Staatsanwalt Büchner: „Bei der Durchsuchung ging es auch um Privatunterlagen von Frau Schlesinger, deren Räume nach ihrer Kündigung versiegelt worden waren.“

Die Strafverfolger hatten die Ermittlungen gegen Schlesinger, ihren Ehemann Gerhard Spoerl und den früheren RBB-Verwaltungsratschef Wolf-Dieter Wolf zunächst wegen Vorteilsannahme eingeleitet.

Der Verdacht: Wolf soll einem Bekannten lukrative Beraterverträge bei der Planung des „Digitalen Medienhauses“ (DMH) des RBB vermittelt haben. Wolf bestreitet das. Die Kosten des Prestige-Baus DMH waren in kurzer Zeit von 65 Millionen Euro auf 185 Millionen Euro explodiert. Mehr als 6 Millionen Euro gingen bereits für die Planung drauf. Jetzt liegt das Projekt auf Eis.

Eine Quelle: www.bild.de

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