Schock-Nachrichten von Depp: „Lass uns sie ertränken, bevor wir sie verbrennen“

Schock-Nachrichten von Depp: „Lass uns sie ertränken, bevor wir sie verbrennen“

Johnny Depp musste sich drei Tage infolge Amber Heards Verteidigungsteam stellen. Am Donnerstag wurden fiese Textnachrichten verlesen, die er verschickt hatte Foto: Jim Lo Scalzo/AP

Hollywood-Star Johnny Depp hat im Kreuzverhör mit den Anwälten seiner Ex-Frau Amber Heard frühere SMS-Nachrichten vorlesen müssen, in denen er die Schauspielerin auf üble Weise beschimpft hatte.

Am dritten Tag im Zeugenstand im Gericht des Bezirks Fairfax (Virginia) wurde der „Fluch der Karibik“-Star am Donnerstag (Ortszeit) auch mit teils schockierenden Videos, Fotos und Audioaufnahmen konfrontiert, mit denen Heards Anwälte ein Bild von Depp als Süchtigen mit heftigen Ausfällen zeichnen wollten.

In einem Video, von Heard aufgenommen, schlägt er morgens wütend in einer Küche um sich, trinkt ein großes Glas Wein und brüllt, dass er ihr zeigen werde, was „verrückt“ sei. Im Kreuzverhör sagte Depp, dass er „einige Küchenschränke“ aber nicht Heard angegriffen habe. Am Tag zuvor hatte er in dem Verleumdungsprozess angebliche Gewaltausbrüche der „Aquaman“-Schauspielerin beschrieben. Während eines Streits im Jahr 2015 habe sie eine Wodka-Flasche auf ihn geworfen. Dabei sei ein Teil seines Mittelfingers abgetrennt worden. Heard hat diesen Vorwurf in der Vergangenheit bestritten.

Schockierende Textnachrichten von Johnny Depp

Beim Verlesen von Schimpftiraden und demütigenden Beleidigungen in seinen Textnachrichten räumte Depp am Donnerstag an einer Stelle ein, dass er auf seine Wortwahl „nicht stolz“ sei.

Schock-Nachrichten von Depp: „Lass uns sie ertränken, bevor wir sie verbrennen“

Am Donnerstag musste sich Johnny Depp dem Kreuzverhör des Heard-Verteidigers Ben Rottenborn stellen (Foto: Jim Lo Scalzo/AP)

Heards Anwalt liest eine Nachricht vor, die Johnny Depp 2013 an seinen britischen Schauspiel-Kollegen Paul Bettany (50) schickte: „Lass uns sie ertränken, bevor wir sie verbrennen!!! Ich werde ihren verbrannten Leichnam f***en, um sicherzugehen, dass sie tot ist.“ Betretenes Schweigen im Gerichtssaal. Auf Nachfrage bestätigt Depp, dass er damals von Amber Heard gesprochen habe.

In einer weiteren Nachricht an Bettany schrieb Depp, dass er die ganze Nacht getrunken habe, „bevor ich Amber für einen Flug abgeholt habe“. Er habe tagelang nichts gegessen, verschiedene Arten von Alkohol und „Pulver“ konsumiert.

Auf die Frage vor Gericht, ob sich „Pulver“ auf Kokain beziehe, antwortet Depp: „Sicher.“

Schock-Nachrichten von Depp: „Lass uns sie ertränken, bevor wir sie verbrennen“

Amber Heard verlor am Donnerstag während des Prozesses kurz die Fassung, als eine Audiodatei eines Streits des Hollywood-Paars abgespielt wurde (Foto: JIM LO SCALZO / POOL/AFP)

Am Montag sollte die Befragung Depps vor der Jury fortgesetzt werden. Heard soll zu einem späteren Zeitpunkt in den Zeugenstand treten.

2016 hatte die Schauspielerin nach nur 15 Monaten Ehe die Scheidung eingereicht. Sie warf dem Hollywood-Star häusliche Gewalt vor. In seiner Zivilklage hält Depp seiner Ex-Frau vor, in einem 2018 von der „Washington Post“ veröffentlichten Kommentar zum Thema häusliche Gewalt falsche Aussagen gemacht zu haben. Dies hätte seinem Ruf geschadet. Wegen Verleumdung klagt Depp auf rund 50 Millionen Dollar (gut 45 Millionen Euro) Schadenersatz.

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Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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