Schutz vor Lärm und Abstürzen : Rot-Grün-Rot will Kleinflugzeuge vom Himmel über Berlin verbannen

Über Berlin sollen weniger Kleinflugzeuge knattern. Rot-Grün-Rot will Einschränkungen durchsetzen, der Senat soll dafür im Bundesrat aktiv werden.

Schutz vor Lärm und Abstürzen : Rot-Grün-Rot will Kleinflugzeuge vom Himmel über Berlin verbannen

Himmlische Aussichten über Berlin.Foto: dpa

Die drei Koalitionsparteien SPD, Grüne und Linke fordern den Senat auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, das Luftfahrtgesetz zu ändern. Dieses ist Bundesrecht. Ziel sei, “den Flugverkehr durch Kleinflugzeuge über Berlin zu reduzieren und die Bevölkerung vor Emissionen und Abstürzen zu schützen”. So heißt es in einem Antrag im Abgeordnetenhaus.

Für Hobbyflieger sollen so genannte Flugbeschränkungsgebiete ausgewiesen werden. Hintergrund ist, dass Berlin seit der Schließung des Flughafens Tegel weitgehend unbeschränkt und ohne Anmeldung überflogen werden darf. Nur um das Regierungsviertel gibt es eine größere Verbotszone, die etwa dem S-Bahn-Ring entspricht, sowie kleinere über dem Forschungsreaktor Wannsee und im Südosten der Stadt am BER.

Der Senat wird außerdem aufgefordert, alle möglichen Emissionsschutzregelungen auf Landesebene auszuschöpfen, “um eine Reduzierung des Flugverkehrs durch Kleinflugzeuge über dicht besiedelten Gebieten zu erreichen”.

Nach Angaben der SPD, die den Antrag initiiert hat, verursachen Kleinflugzeuge “unzumutbaren Lärm, sie belästigen Anwohnerinnen und Anwohner und erzeugen erhebliche Risiken für Leib und Leben”.

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Der Tagesspiegel hatte mehrfach über diese Anwohnerbeschwerden und nach einem Absturz über Sicherheitsbedenken berichtet. Die Verkehrsverwaltung sagte zu, die Thematik zu prüfen und eventuell Maßnahmen zur Regulierung des Flugbetriebs einzuleiten.

Unklar sind allerdings die Erfolgsaussichten einer solchen Berliner Bundesratsinitiative.

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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