SEK-Einsatz in Berlin | Mann taucht mit Softair-Waffe vor jüdischer Schule auf

SEK-Einsatz in Berlin  | Mann taucht mit Softair-Waffe vor jüdischer Schule auf

Die Waffe liegt am Boden, daneben stehen Spezialeinsatzkräfte und sitzt der 28-Jährige, der die Waffe dabei hatte

Foto: spreepicture Teilen Twittern SendenVon: Dirk Böttger 30.07.2022 – 15:37 Uhr

Berlin – Notruf kurz nach 20 Uhr am Freitagabend: Vor einer jüdischen Schule in der Großen Hamburger Straße im Bezirk Mitte halten sich zwei Männer auf, einer trägt offen –vermeintlich – ein echtes Sturmgewehr.

Polizeieinsatz!

Neben einem Einsatzwagen rollten auch Spezialkräfte an. Mit gezogenen Waffen forderten sie die Männer auf, das Sturmgewehr auf den Boden zu legen. Dabei forderten sie den Mann mit der Waffe auf, seine Hände in die Luft zu strecken, wie es hieß. Weil er das nicht tat, hätten ihn die Polizistinnen und Polizisten zu Boden gebracht und Handfesseln angelegt. Dabei wurde der Polizist verletzt, wie es hieß.

SEK-Einsatz in Berlin  | Mann taucht mit Softair-Waffe vor jüdischer Schule auf

Ein Polizist sichert das Softair-Sturmgewehr

Foto: spreepicture

Die Einsatzkräfte nahmen den Waffenträger (28) fest, sein Begleiter (22) durfte nach der Identitätsfeststellung wieder gehen.

Der 22-Jährige wird derzeit als Patient in einer Klinik in der Nachbarschaft der jüdischen Schule behandelt. Der 28-Jährige hatte ihn nach seinen Angaben für einen Spaziergang abgeholt. Nach BILD-Informationen soll sich auch der Ältere dort ab Montag in Behandlung begeben – wegen Alkoholsucht. Der 28-jährige Pole hatte bei dem Einsatz am Freitagabend laut Polizei 2,6 Promille.

Bei der Waffe handelte es sich um eine Softair-Waffe (nachgebautes Sturmgewehr von Heckler & Koch), was aber aus der Distanz selbst für erfahrene Einsatzkräfte kaum zu erkennen ist.

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Der 28-Jährige habe es „cool“ gefunden mit der Waffe rumzulaufen, gab er an

Foto: spreepicture

Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei aber nicht davon aus, dass der Mann gezielt mit der Softair-Waffe zu dem Gymnasium in der Großen Hamburger Straße gegangen ist, wie ein Sprecher sagte.

Nach den Angaben der Polizei will der 28-Jährige die Softair-Waffe in einem Bus gefunden haben. Er habe es „cool“ gefunden, damit herumzulaufen.

Eine Quelle: www.bild.de

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