Ticketverkäufe: Besucherzahlen in Museen im zweiten Pandemiejahr niedrig

Ticketverkäufe: Besucherzahlen in Museen im zweiten Pandemiejahr niedrig

Besucher warten auf den Einlass in ein Museum. Dienstag, 03.01.2023, 13:00

Die Besucherzahlen in deutschen Museen sind im zweiten Jahr der Corona-Pandemie 2021 leicht gestiegen – lagen aber immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. Wie aus am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Instituts für Museumsforschung in Berlin hervorgeht, stieg die Zahl der verkauften Tickets im Jahr 2021 von 33,6 auf 38,8 Millionen. Das seien etwa zwei Drittel (- 65,3 Prozent) weniger als vor Corona.

Von den kontaktierten 6810 Museen meldeten den Angaben zufolge rund 48 Prozent ihre Besuchszahlen für 2021 an das Institut. Weitere zehn Prozent waren wegen Umbauarbeiten oder pandemiebedingt nicht geöffnet. Angaben des Instituts aus dem Dezember 2021 zufolge waren die Zahlen vor Beginn der Pandemie über Jahrzehnte stetig gestiegen, 2019 wurden 111,6 Millionen Tickets verkauft.

Anders als in den Museen sind die extra erhobenen Zahlen in den Ausstellungshäusern weiterhin rückläufig. Das Institut verzeichnete hier knapp zwei Millionen Besucherinnen und Besucher, was einem Rückgang von 63,4 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Im Jahr 2020 lag die Zahl bei 2,3 Millionen. Von den angeschriebenen 507 Häusern meldeten etwa 57 Prozent ihre Zahlen für 2021. Ausstellungshäuser haben im Unterschied zu Museen keine eigenen Sammlungen.

Laut der Mitteilung von Dienstag konnten Museen ihre Besuchskapazitäten aufgrund strenger Hygiene- und Kontrollauflagen auch in 2021 kaum ausschöpfen. Im Vergleich zu 2020 konnten sich einige Museumsarten besser erholen als andere: Schloss- und Burgmuseen legten wieder zu (+12,5 Prozent). Naturkundemuseen (-14,4 Prozent) und Kunstmuseen (-10,3 Prozent) mussten weitere Rückgänge verkraften.

Eine Quelle: www.focus.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.