Über Radler-Pisten muss neu nachgedacht werden

Über Radler-Pisten muss neu nachgedacht werden

Die Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg wird umgestaltet – zulasten des Autoverkehrs Foto: Christian Lohse

Und wieder werfen wir einen Bullerbü-Blick in Berlins Anti-Autofahrer-Zukunft: Auf der Schönhauser Allee säumen gepflegte Beete die Straßenbäume, haben Mütter mit ihren Kindern und Radler Platz satt.

Was wir (noch) nicht sehen: den künftig häufigeren Stau auf der nur noch zweispurigen Straße. Hier kann man bald hinter dem Heck von Lieferverkehr und Tram seine Zeit verbringen.

Während in den vergangenen Jahren fast nur geplant wurde, geht’s jetzt zur Sache. Immerhin sollen in den nächsten Jahren entlang der Berliner Hauptstraßen 865 Kilometer Radweg auf eine Standardbreite von 2,50 Meter ausgebaut werden. Und wer dabei keine Straßenbäume abholzen will, muss den Autoverkehr beschneiden.

Als das Radfahren vor 130 Jahren auf Berliner Straßen erlaubt wurde, war die Friedrichstraße eine der großen Ausnahmen. Heute ist sie wegen eines Verkehrsversuchs eine abgeklebte, unansehnliche Piste nur noch für Radler. Hier muss neu nachgedacht werden.

Nur eine wirklich attraktive Flaniermeile würde die Geschäftsstraße wieder beleben. Dazu gehören nicht unbedingt Autos in beide Richtungen, aber auch nicht nur durchrasende Zweiräder.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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