Versorgungskrise bei Säuglingsnahrung : USA richten Luftbrücke für Babymilch ein

In einigen Regionen der USA ist Babymilch knapp geworden. Nun nutzt die Regierung ein Gesetz aus dem Kalten Krieg, um den Mangel zu beheben.

Versorgungskrise bei Säuglingsnahrung : USA richten Luftbrücke für Babymilch ein

In einem Geschäft in New York City steht nur wenig Baby- und Kleinkindnahrung in einem Regal, da die landesweite Knappheit anhält.Foto: REUTERS/Shannon Stapleton

Die US-Regierung richtet eine Luftbrücke ein, um Babymilch aus dem Ausland zu importieren. Das Verteidigungsministerium “wird seine Verträge mit kommerziellen Frachtfluggesellschaften nutzen, wie es dies in den ersten Monaten der Covid-Pandemie getan hat, um Produkte aus Fabriken im Ausland zu transportieren”, erklärte das Weiße Haus am Mittwoch. Die Regierung will damit gegen den Mangel an Babymilch in weiten Teilen des Landes vorgehen.

“Die Umgehung der regulären Luftfrachtrouten wird die Einfuhr und den Vertrieb von Säuglingsnahrung beschleunigen und eine kurzfristige Lösung bieten, bis die Hersteller ihre Produktion weiter hochfahren können”, teilte hieß es weiter.

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Die Regierung berief sich auch auf ein aus dem Kalten Krieg stammendes Gesetz, um die Hersteller von Zutaten für die Babymilchproduktion zu verpflichten, die Milchpulver-Fabriken vorrangig zu beliefern. Dies werde “die Steigerung der Produktion erleichtern und die Lieferketten beschleunigen”, betonte das Weiße Haus.

In den vergangenen Monaten hatte es in einigen Regionen der USA Lieferschwierigkeiten bei Babymilch gegeben, was die Eltern von Kleinkindern vor große Probleme stellt. Die Lieferketten waren zunächst wegen eines Mangels an Arbeitskräften wegen der Corona-Pandemie beeinträchtigt.

Die Regale für Babynahrung blieben zum Teil leer, nachdem US-Marktführer Abbott seine Produkte im Februar nach Beschwerden über bakterielle Infektionen zurückgerufen hatte. Die führenden europäischen Hersteller Reckitt Benckiser und Nestle hatten am Dienstag angekündigt, mehr Babynahrung als gewöhnlich in die USA zu exportieren. (AFP, Reuters)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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